In diesem Ratgeber erläutern wir, worauf es beim Angeln auf Giebel genau ankommt und zu welcher Jahreszeit Sie die besten Fangaussichten haben.
Was ist Giebel für ein Fisch?

Giebel (Bild: Carassius auratus)
Der Giebel (Carassius Gibelio) ist in fast allen europäischen Gewässern zu finden und zwar sowohl in den Flüssen als auch in den Seen und sogar in Mooren. Er lebt bodennah und bevorzugt schlammige Gewässergründe mit dichtem Pflanzenwuchs. Der Giebel gehört er zur Familie der Karpfenfische, wovon seine hochrückige Körperform zeugt. Jedoch ist er, anders als der Karpfen, kleiner und seitlich abgeflachter, auch seine Schuppen schimmern nicht goldig sondern silbrig.
Durchschnittlich erreicht der Giebel eine Größe von 15-25 Zentimetern, unter optimalen Lebensbedingungen kann er bis zu 50 Zentimeter groß und 3 Kilogramm schwer werden. Der Giebel ist meist in kleinen Schwärmen unterwegs und ernährt sich in der Regel von Insekten und Insektenlarven, aber auch von wirbellosen Bodentieren, wie z.B. Schnecken, Muscheln oder Würmer. Gelegentlich verschmäht er auch die Pflanzenteile nicht ganz. Als recht robuster Spezies toleriert der Giebel auch Gewässer mit niedrigem Sauerstoffgehalt.
Hochsaison, Angelplätze und Köder
Die Hochsaison für das Angeln auf Giebel erstreckt sich über die Monate Mai bis Oktober, also vom Frühsommer bis Herbst. Dies deckt sich mit den Laichzeiten der Fische, die ab Mai bzw. Juni beginnt. Dabei legen die Weibchen etwa 160.000 bis 380.000 Eier. Da der Giebel ein eher weniger scheuer und misstrauischer Fisch ist, lässt er sich sehr gut in direkter Ufernähe fangen. Die besten Tageszeiten fürs Angeln sind die Morgen- und Abendstunden, wenn das Wasser von der Sonne bestrahlt und erwärmt wird.
Bei der Futtersuche stöbert er seine Nahrung am Gewässergrund auf, deshalb sollten Sie Köder auf dem Grund oder knapp darüber anbieten. Als Lockmittel können Sie kleine Teigkügelchen verwenden, die jedoch höchstens erbsengroß sein sollten, da der Giebel sie mit seinem kleinen Maul sonst nicht aufnehmen kann. Ebenfalls sind Maden, Pinkies, Mistwürmer oder auch kleine Maiskörner als Köder geeignet.
Angel-Montagen, -Techniken und Ausrüstung
Für das Angeln auf Giebel eignet sich sowohl das Stippfischen mit feiner Pose, als auch das Grundangeln mit Laufblei (alternativ mit einem Tiroler-Hölzl bei besonders schlammigen oder beschwerlichen Gewässerabschnitten). Besonders vielversprechend ist beim Giebel-Angeln die sogenannte Schlaufenmontage, die an einer Winkelpicker-Rute angeboten wird. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine Schlaufenmontage für Giebel aufgebaut ist.
Generell begünstigen solche Methoden den Giebelfang, bei denen der angebotene Köder knapp über dem Grund im Wasser schwebt oder direkt auf dem Gewässergrund liegt – genau dort, wo der Giebel nach Futter sucht. Wenn Sie auf der Suche nach einer passenden Winckelpicker Rute sind, finden Sie in einem anderen Beitrag einen Winkelpicker-Kaufratgeber.