Angeln auf Stint

Stinte sind sehr schmackhafte Fische, die sich gut beangeln lassen. Wie es funktioniert, lesen Sie in diesem Artikel.

Herkunft und Verbreitung der Stinte

Die Stinte bilden eine eigene Fisch-Familie und gehören zur Gattung der Stintartigen (Osmeriformes). Sie kommen an den Küsten des europäischen Atlantik von der Biskaya bis zur Ostsee vor. Als Süßwasserform (Binnenstint) leben die Fische in vielen Seen in Nordeuropa. Der Stint ist in der Lage, sich von Salz auf Süßwasserfisch umzustellen. Als solcher wandert er etwa die Weser oder Elbe zum Laichen hoch.

Der Stint kann 15 bis 30 cm lang und bis zu 6 Jahre alt werden. Er schmeckt, am besten in Roggenmehl gewendet und in Butterschmalz gebraten, kräftig und nussig, riecht leicht nach Gurke. Der Angler liebt den Stint nicht nur wegen dem Eigenverzehr. Der beschriebene Geruch macht ihn als Köderfisch für Hecht und Zander attraktiv. Geeignet sind 20 cm lange Exemplare, die man gut einfrieren und angetaut als Superköder benutzen kann.

Fangsaison, Angelplätze und Köder

Ostsee

Ostsee

Die beste Fangsaison für Stint ist im Frühjahr von Ende Februar bis Anfang April. Zu dieser Zeit bewegen sich große Stint-Schwärme an die Mündungen der Flüsse zum Laichen. Hier lassen sie sich auch von Anfängern gut beangeln. Sehr gute Hotspots liegen an Elb- und Weser-Mündungen. Ein ganz besonderer Stint-Hotspot ist der Husumer Hafen. Dort wird mit langer Rute direkt von der Kaimauer aus geangelt.

Als Köder verwenden die meisten Angler Mistwürmer und Maden, aber auch Stückchen vom Hering oder von der Garnele. Wer es sich leicht machen will, der kauft sich als Köder Salmoniden im Fachgeschäft. Will man Stinte selbst als Köder verwenden, sollte man sie sehr schnell einfrieren. Nicht nur Hecht und Zander, auch Quappe, Waller, Barsch und Aal gehen gerne an den Stint.

Stintangel-Montagen, -Techniken und Ausrüstung

Herings-Paternoster fürs Stint-Angeln

Herings-Paternoster fürs Stint-Angeln

Als Rute eignet sich zum Stint-Angeln am besten eine 3 Meter lange Steck- oder Teleskoprute, die mit einem birnenförmigem Blei von 60 bis 100 Gramm bestückt wird. Rot-Weißen Heringsbleien sagt man einen speziellen Lockeffekt nach. Als Rolle ist eine 25-er empfehlenswert. Monofile Schnur sollte beim Stintangeln 0,30 bis 0,35 mm, geflochtene Schnur 0,12 bis 0,17 mm Durchmesser haben.

Am häufigsten werden zum Stintangeln sogenannte Heringspaternoster verwendet. Fertig gekauft haben diese gebundenen Paternoster meist 5 Haken. Wer an der Elbe angelt, sollte wissen, dass dort nur zwei Haken pro Paternoster erlaubt sind. Die Haken werden mit Fischhaut, Perlen und Federn bestückt. Nach dem Auswerfen einer solchen Montage wird nach Straffen der Schnur „pumpend“ wieder eingeholt. Ist man mit der Montage in einem Schwarm, fängt man mehr als genug.

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