Angeln auf Sprotte: Angelplätze und Fangmethoden

Sprotte schmeckt vorzüglich und lässt sich mit relativ einfachen mitteln fangen. Wie es funktioniert, erfahren Sie hier.

Speisefische mit besonderer Tradition

Sprotten

Sprotten

Über Buchenholz gegart, auf Erlenspänen geräuchert – seit Jahrhunderten ist unsere „Kieler Sprotte“ ein Gaumenschmaus. Deutsche Angler finden den Fisch in der Nord- und Ostsee, wo sie lange mit Netzen befischt wurde und auch heute noch gern mit dem Heringspaternoster befischt wird (in unserem Fischlexikon finden Sie weitere Infos zur Sprotte).

Sollten auch Sie Platz im Räucherofen oder in der Tiefkühltruhe haben, kann der sommerliche Angelausflug mit einem einfachen Setup bestehend aus einer Rute mit sehr weicher Spitze und einem Paternoster lohnend sein. Denn nichts schmeckt besser als eine selbst gefangene und zubereitete Sprotte!

Lebensraum der Sprotte

Nordsee. Die Brücke über den Großen Belt

Nordsee. Die Brücke über den Großen Belt

Sprotten leben pelagisch, also etwas über dem Gewässergrund in den Tiefen der Meere. Im frühen Sommer treibt das Laichgeschäft die mindestens zwei Jahre alten und somit geschlechtsreifen Exemplare in die Küstenregionen, wo sie sich gern im Brackwasser an Flussmündungen und in Hafenbereichen aufhalten. Solche Hotspots finden sich mit Boot und Echolot, auf dem die bis zu 16 cm langen Fische als Schwarm erscheinen.

Angelplätze und Köder fürs Sprotten-Angeln

Nicht nur vom Boot sondern auch vom Ufer aus gibt es Chancen auf Sprotte, vorausgesetzt es ist die notwendige Tiefe vorhanden: Üblicherweise stehen die Sprotten während der Laichzeit in Tiefen von wenigstens 10 Metern, bevor sie wieder in größere Tiefen zurückwandern und nur bei Dunkelheit den Weg Richtung Oberfläche antreten.

Bei der Wahl des Paternosters fürs Sprotten-Angeln sollten Sie auf scharfe Haken und etwas farbliche Abwechslung achten. Oft beißen Fische an sonnigen Tagen auf die leicht reflektierenden Haken, manchmal muss man aber mit schimmernden Folie-Elementen oder flimmernden Härchen nachhelfen. Eventuelle Schonzeiten und Mindestmaße für Sprotten sind in den Bestimmungen der Bundesländer zu finden.

Wie angelt man auf Sprotte?

Paternoster

Paternoster

Um Sprotten zum Anbiss zu verlocken, wird die Paternoster-Montage ausgeworfen, auf den Grund abgesenkt und anschließend langsam eingeholt. Da Sprotten ein sehr weiches Maul haben, darf nach einem Biss auf keinen Fall gedrillt werden, als hätte man den Fisch seines Lebens am Haken. Im Gegenteil: Langsam kurbeln und abwarten, ob während des Drills noch weitere Fische einsteigen.

Auch ein paar Jig-Bewegungen während der Absinkphasen können die Fische aufmerksam auf die Köder machen. Viele Sprottenangler greifen beim Patternoster oft statt zu einem normalen Blei zu einem schweren Blinker. So hat man die Chance, dass neben den Sprotten auch mal eine Meerforelle oder ein anderer Flossenträger am Haken hängt.