Rotfeder angeln Tipps

Die beste Methode zum Nachstellen von Rotfedern ist das leichte Posenangeln. Dabei sollte jeder Angler vor allem auf die kleinen Details achten, die sehr präzise auf einander abgestimmt sein müssen.

Lebensweise und Ernährung der Rotfeder

Rotfeder

Rotfeder

Als Schwarmfisch hält sich die Rotfeder gerne in verkrauteten und mit Seerosen bedeckten Uferbereichen auf. Hier findet sie ausreichend Deckung vor Raubfischen. Diese Friedfischart ernährt sich vorzugsweise von Algen und anderen Wasserpflanzen, wie zum Beispiel Wasserlinsen und Tausendblatt, manchmal stehen auch Wirbellose auf ihrem Speiseplan.

Die Rotfeder ist ein Sommerfisch. Sie ist besonders an wärmeren Tagen sehr aktiv und hält sich oft in den oberen Wasserschichten auf. Sie nimmt gerne Anflugnahrung direkt von der Oberfläche auf. Der kleine Friedfisch ist sehr schreckhaft und nimmt selbst die geringsten Störungen noch wahr. Im Winter fährt die Rotfeder ihren Stoffwechsel herunter und zieht sich in tiefere Zonen der Gewässer zurück.

Wie funktioniert Rotfeder-Angeln mit Pose?

Rotfedern kann man gut mit einer leichten Pose beim Stippfischen nachstellen. Dabei werden die Fische idealerweise schon im Vorfeld mit Lockfutter angefüttert. Eine sehr leichte Pose mit 1 bis 3 g Gewicht ist dabei obligatorisch, weil die kleinen und zierlichen Fische sehr vorsichtig anbeißen. Die Pose sollte darüber hinaus eine gut sichtbare Antenne haben, damit die zaghaften Bisse überhaupt erkannt werden.

Der Köder sollte den Rotfedern je nach Tageszeit entweder nahe der Oberfläche oder im Mittelwasser angeboten. Folgend ist eine typische Stippfischen-Montage fürs Rotfeder-Angeln abgebildet, die tagsüber zum Einsatz kommt. In den Morgenstunden beißen die kleinen Fische am besten auf Köder, die in oberen Wasserschichten platziert werden.

Rotfeder angeln Montage

Rotfeder angeln Montage

Das oberständige Maul der Rotfeder ist ein anatomisches Indiz für die Nahrungsaufnahme von der Oberfläche und zugleich ein Hinweis auf großes Fliegenfischen-Potenzial. So können Rotfedern an sonnigen Tagen mit einer Fliegenrute effektiv beangelt werden. Dabei verwendet man gut gefettete Trockenfliegen, die für die Fische verlockend auf der Wasseroberfläche treiben.

Welche Angelrute für Rotfeder?

Wegen des geringen Widerstands, den die Fische beim Landen leisten, braucht man beim Angeln auf Rotfedern sehr leichte und flexible Ruten, die idealerweise mit 25-er Rollen bestückt werden. Als Schnur empfiehlt sich eine 0,15mm Monofile mit dem 16er – 12er Haken. Folgend empfehlen wir Kopfruten, die sich besonders gut zum leichten Posenangeln auf Rotfeder eignen. Und hier finden Sie einen Kopfruten-Ratgeber.

Abbildung*
Cormoran Eurocor 5
Preis-Leistungs-Tipp
Browning Cosmos CF
DAM Composite
Mitchell Impact RT
ModellCormoran Eurocor 5Browning Cosmos CFDAM CompositeMitchell Impact RT
Rutenlänge5 m5 m8 m6 m
Wurfgewichtk.A.k.A.k.A.k.A.
Transportlänge114 cmca. 110 cm115 cmca. 111 cm
Rutengewicht360 g 390 g 550 g 346 g
Rutenaktionsemiparabolischsemiparabolischsemiparabolischsemiparabolisch
Anzahl Teile5 (Teleskop)5 (Teleskop)12 (Teleskop)6 (Teleskop)
Eigenschaften/ Ausstattung
  • etwas schwer, Rutenhalterung notwendig
  • sonst gutes Qualität/Preisverhältnis
  • schlichte Stipprute, leicht im Gebrauch
  • hohle Spitze (einfaches Einziehen des Gummizuges)
  • Mischung aus Glasfaser und Carbon
  • starke und zugleich leichte Kopfrute
  • für Profis geeignet
  • Allround-Stipp(Kopfrute)
  • Blankmaterial: 24Ton
  • für Matchangler optimal geeignet
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Erhältlich bei*

Was sind die besten Köder für Rotfeder?

Die Rotfeder ist vor allem mit Maden, Caster, Mais, Brot und Rotwurm besonders gut zu fangen. Der Sommer und der Herbst sind ideale Jahreszeiten für Rotfeder. Zu diesen Jahreszeiten stehen die Fische meist in kleinen Schwärmen direkt an den Schilfgürteln oder am Rande von Seerosenfeldern. Genau dort sollte man die Pose auswerfen, idealerweise in der Abenddämmerung oder in frühen Morgenstunden. Nehmen Sie an unserer Umfrage nach den besten Rotfeder-Ködern teil und erfahren Sie wie andere unsere Leser abgestimmt haben:

Welcher Köder ist beim Angeln auf Rotfedern am fängigsten?

Wie unterscheidet man Rotfeder vor Rotauge?

Obwohl Rotfeder sehr oft mit Rotauge verwechselt wird, kann man die beiden Arten leicht von einander unterscheiden: Während das Auge bei Rotfeder gelb gefärbt ist, hat die Iris von Rotaugen ihrem Namen entsprechend klare rote Farbe. Auch verfügt wie Rotfeder über ein oberständiges Maul, während das des Rotauges endständig ist.

Zusätzlich kann man die beiden Spezies auch an den Rückenflossen unterscheiden. Bei der Rotfeder beginnt die Rückenflosse hinter der Bauchflosse. Beim Rotauge hingegen liegen die Rückenflosse und die Bauchflossen senkrecht übereinander. Auch die Anzahl der Rundschuppen auf der Seitenlinie unterscheidet sich bei beiden Fischarten. Die Rotfeder zählt hier ca. 42 Schuppen, während das Rotauge sogar bis zu 48 Schuppen bildet.

Unterwasser-Aufnahmen von Rotfedern

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Schonzeiten und -Mindestmaße für Rotfeder

Viele Bundesländer haben für die Rotfeder Schonzeiten und Mindestmaße eingeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rotfeder sich mindestens einmal im Leben fortpflanzen kann. Diese Auflagen sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen von allen Anglern zwecks Sicherung der Artbestände streng eingehalten werden. Hier finden Sie Fischschonzeiten und -Mindestmaße in allen Bundesländern.

Weiter geht es um das Thema Herkunft und besondere Merkmale der Rotfeder.



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