Piranha angeln

Für ihre Angriffslust werden sie befürchtet. Zugleich sind Piranhas vor allem in Südamerika beliebte Speisefische, die sich gut beangeln lassen.

Fischart Piranha

Piranha

Piranha (Bild: Alexdi, Piranha fish, CC BY 3.0)

Dass die Piranhas angriffslustig und gefährlich sind, ist allgemein bekannt. Dennoch ist ihre Gefährlichkeit für den Menschen keineswegs wissenschaftlich belegt. In Südamerika haben die Eingeborenen gewöhnlich keine Angst vor Piranhas und baden häufig in denselben Gewässern, wo auch die Fische vorkommen. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Piranha-Gattungen, die allesamt in den tropischen Gewässern Südamerikas vom Orinoco bis zum südlichen Río Paraguay beheimatet sind. Sie erreichen eine Größe von 20 bis 40 cm und sind je nach Art gelb, weiß, rot oder schwarz gefärbt.

Piranhas ernähren sich überwiegend von kranken Fischen sowie von Aas. Als charakteristische Schwarmfische entwickeln sie in der Gruppe ein ausgeprägtes Jagd- und Verteidigungsverhalten. Der einzelne Fisch reagiert hingegen ängstlich auf Bedrohungen. Vor großen Fischen scheuen sie sich auch im Schwarm. Bedingt durch ihren eher hohen und stämmigen Körperbau bewegen sie sich langsam fort. Piranhas haben einen markanten Satz scharfer Zähne, mit dem sie heftig zubeißen können. Im Umgang mit ihnen sollte man vorsichtig sein. Die Fische werden sehr wahrscheinlich zuschlagen, wenn ihnen ein menschlicher Finger oder ein anderes Körperteil zu nahe kommt.

Angelstellen, Köder und Montagen

Unter Wasser

Unter Wasser

Piranhas halten sich normalerweise im seichten Wasser in der Nähe des Ufers auf. Idealerweise begibt man sich zum Angeln ins dichte Schilf. Manche Fischer fahren auch mit einem Boot durch die Mangroven, um Piranhas zu fangen. Zum Angeln wird eine robuste und biegsame Spinnrute benötigt. Ein blutiges Rindersteak ist der perfekte Köder. Besonders gut lassen sich damit Rote Piranhas fangen. Alternativ eignet sich auch rohes Hühnerfleisch als Köder, wobei die Tiere dieses schneller vom Haken ziehen können. Das verwendete Fleischstück sollte in jedem Fall nicht zu groß sein.

Gelbe Piranhas können auch mit Brot, Würmern und anderen Ködern gefangen werden, da es sich bei dieser Art um Allesfresser handelt. Auf weiche Kunststoffe und Bucktail-Vorrichtungen sollte man beim Angeln verzichten, da die Fische diese zerlegen würden. Mit ihrem kräftigen Gebiss können sie sogar Draht innerhalb kürzester Zeit problemlos abbeißen. Aus diesem Grund ist beim Angeln von Piranhas eine gewisse Schnelligkeit erforderlich. Einen gefangenen Piranha sollten man immer hinter den Kiemen packen, solange er noch lebt. Ein Messer in der Reichweite ist ebenfalls Pflicht.

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