Piranhas angeln

Für ihre Angriffslust werden sie befürchtet. Zugleich sind Piranhas vor allem in Südamerika beliebte Speisefische, die man gut beangeln kann.

Sehr aggressiv und gefräßig

Piranha angeln

Piranha angeln

Insgesamt gibt es fünf räuberische Piranha-Gattungen, die allesamt in den tropischen Gewässern Südamerikas vom Orinoco bis zum südlichen Río Paraguay beheimatet sind. Sie erreichen eine Größe von 20 bis 40 cm und sind je nach Art gelb, weiß, rot oder schwarz gefärbt. Es gibt aber auch pflanzenfressende Piranhas. Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Fischlexikon.

Der Piranha ist ein berüchtigter Fisch, dem unbändige Aggressivität und Gefräßigkeit nachgesagt werden. Diese kleinen aber unheimlichen Kreaturen attackieren angeblich so gut wie alle Tiere in ihrem Lebensraum. Dies ist allerdings nicht ganz richtig. Piranhas sind zweifellos gefährliche Raubfische, aber sie werden nur durch Tumult und Blut im Wasser aggressiv. Wenn kein Lärm und Blut vorhanden sind, kann man sogar in ihrer Nähe schwimmen.

Wie angelt man Piranhas?

Das Angeln auf Piranhas ist etwas völlig anderes als das, was wir in unseren Seen und Flüssen betreiben. Hierzulande muss man beim Angeln möglichst leise sein. In Amazonas ist es beim Piranha-Pirsch oft genau umgekehrt: Man wirft den Köder aus und schlägt mit der Rute mit kleinen, häufigen Schlägen auf das Wasser, um ein kleineres und verletztes Tier z.B. einen Vogel zu imitieren. Die Fische bemerken den Tumult und kommen im Schwarm schnell näher.

Wo findet man Piranhas?

Nebenfluss Amazonas

Nebenfluss Amazonas

Piranhas bevorzugen ruhige Gewässerbereiche und halten sich normalerweise im seichten Wasser in der Nähe des Ufers auf. Sie sind in großen Mengen im gesamten Amazonasbecken sowie in zahlreichen Nebenflüssen und Altarmen des Orinoco anzutreffen. Manche Fischer fahren mit einem Boot weit in die Mangroven zu den besonders lukrativen Piranhas-Stellen.

Wegen ihrem Körperbau und dem Schwarmverhalten sind diese Fische auf plötzlichen Angriff angewiesen. So kann ein Schwarm lange Zeit hinter einem Baumstumpf oder anderen Hindernissen unter Wasser auf Lauer liegen, bis ein einzelner Fisch die Beute wittert und stark beschleunigt, alle anderen folgen ihm.

Baumstumpf unter Wasser

Baumstumpf unter Wasser

Welcher Köder für Piranhas?

Piranhas sind Raubtiere im klassischsten Sinne des Wortes. Vergessen Sie also die lästigen Würmer. Nehmen Sie ein fein gehacktes rohes Fleisch auf die Piranha-Pirsch mit. Schwein, Rind oder Huhn – der Geschmack spielt bei den kleinen Biestern keine Rolle, wichtig ist, dass das Fleisch eine zähe Konsistenz aufweist und nicht so schnell vom Haken abgezogen werden kann. Da Piranhas kleine Bisse machen und schnell jeden Köder abnagen, sollten Sie sehr viel Fleisch dabei haben.

Ziehen Sie das Fleisch auf den Haken und werfen Sie es ins Wasser. Recht schnell werden Sie spüren, dass Ihre Rute fein vibriert. Die Fische haben die Beute gewittert und knabbern bereits am Köder. Gehen Sie jetzt nicht davon aus, dass einer von ihnen schnell den Haken schlucken und sich fangen lassen wird. In der Praxis schlagen Sie immer wieder ins Leere an und müssen immer wieder ein neues Fleischstück am Haken befestigen.

Richtige Ausrüstung

Piranha

Piranha

Zum Angeln auf Piranhas benötigen Sie eine starke und biegsame Spinnrute mit 15 -30 g Wurfgewicht. Am besten lassen sich die Fische mit einer robusten Posenmontage fangen, die auf jeden Fall mit einem Stahlvorfach ausgerüstet sein muss, da die Piranhas sonstige Schnüre im Bruchteil einer Sekunde abbeißen würden. Mit ihrem kräftigen Gebiss können sie sogar Draht innerhalb kürzester Zeit problemlos abtrennen. Aus diesem Grund ist beim Angeln von Piranhas eine gewisse Schnelligkeit erforderlich.

Umgang mit gefangenen Piranhas

Piranhas haben einen markanten Satz scharfer Zähne, mit dem sie heftig zubeißen können. Im Umgang mit ihnen sollte man vorsichtig sein. Die Fische werden sehr wahrscheinlich zuschlagen, wenn ihnen ein menschlicher Finger oder ein anderes Körperteil zu nahe kommt. Einen gefangenen Piranha sollten man immer hinter den Kiemen packen, solange er noch lebt. Ein Messer in der Reichweite ist ebenfalls Pflicht.



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