Laternenfisch

Laternenfische sind eine sehr arten- und individuenreiche Familie kleiner Tiefseefische, die in allen Weltmeeren vorkommen.

Allgemeines

  • Name: Laternenfisch. Engl.: Lanternfish
  • Wissenschaftlicher Name: Myctophidae
  • Ordnung / Familie: Laternenfischartige / Laternenfische
  • Vorkommen: alle Weltmeere
  • Habitat: Tiefen von 300 bis 1200 m
  • Max. Größe: 15 cm

Lebensraum

Laternenfische leben in allen Weltmeeren. Sie bekamen ihren Namen wegen ihrer Leuchtorgane, die sie in Reihen entlang des Körpers, auf dem Kopf und manche Arten sogar auf den Flossen haben. Die meisten Laternenfische-Arten halten sich über den Kontinentalhängen auf in der Nähe zur Küste.

Während des Tages bleiben Laternenfische in der dunklen Zone in Tiefen von 300 bis 1200 Meter. Bei Sonnenuntergang beginnen die Tiere auf 10 bis 100 Meter aufzusteigen. Sie folgen dabei dem Zooplankton, von dem sie sich ernähren (Vertikalwanderung). Bei Tagesanbruch schwimmen sie wieder in die Tiefe. Je nach Lebensalter, Geschlecht, Jahreszeit oder dem Breitengrad des Lebensraums kann es zu einer unterschiedlichen Vertikalwanderung kommen.

Merkmale der Laternenfische

  • Laternenfische haben einen kleinen schlanken Körper, der von kleinen cykloiden Schuppen bedeckt ist, einen relativ großen, runden Kopf und ein großes Maul.
  • Die Fische besitzen eine einzelne hohe Rückenflosse und eine Fettflosse, die Schwanzflosse ist gegabelt. Die Brustflossen haben normalerweise acht Strahlen. Sie können groß oder klein oder degeneriert sein, bei einigen Arten fehlen sie vollständig.
  • Die meisten Laternenfische haben eine Schwimmblase. Sie wird bei einigen Arten während des Wachstums zurückgebildet oder mit Lipiden gefüllt. Die Seitenlinie ist durchgehend.
  • Fast alle Laternenfische-Arten haben blaues, grünes oder gelbes Licht ausstrahlende Leuchtorgane in Reihen entlang des Körpers und auf dem Kopf. Einige Arten haben auch an der Unterseite der Flossen Leuchtorgane.

Ernährung

Laternenfische ernähren sich zum größten Teil vom Zooplankton.

Fortpflanzung der Laternenfische

Laternenfische laichen pelagisch im freien Wasser. Die kleinen Eier (0,70-0,90 Millimeter im Durchmesser) werden durch ein Öltröpfchen in der Schwebe gehalten. Eier und die zwei Millimeter großen Larven treiben mit der Strömung.

Teilweise unterscheiden sich die Geschlechter der Laternenfische an der Anordnung der Leuchtorgane. Man nimmt an, dass die Leuchtorgane bei der Partnerwerbung und beim Zusammenhalt des Schwarms eine Rolle spielen.

Besonderheiten

  • Die Gattung der Laternenfische ist verglichen mit anderen Fischen überaus zahlreich: Sie besteht aus 2 Familien, 35 Gattungen und 241 Unterarten.
  • Laternenfische machen zusammen mit den Borstenmäulern (Gonostomatidae) und den Leuchtfischen (Phosichthyidae) 90 % der Lebendmasse aller Tiefseefische aus. Ihre gesamte Lebendmasse schätzt man auf 550-660 Millionen Tonnen.
  • Die Laternenfischschwärme sind auf Echolotbildern sichtbar und sorgten früher für verwirrte Ozeanographen, da man sie für den Meeresboden gehalten hat.

Quellen:

Dieser Artikel wurde zum Teil der Wikipedia entnommen und steht unter dieser Nutzungslizenz.

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