Unterwasser-Kamera fürs Angeln: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Was beim Angeln alles unter der Oberfläche passiert, kann man mithilfe der Unterwasserkameras exakt zurückverfolgen. Die modernen Geräte lassen sich in der Industrie wie in der Freizeit gleichermaßen effektiv einsetzen. In diesem Ratgeber erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien.

So entscheiden Sie sich für die Richtige

Unterwasserkamera fürs Angeln

Unterwasserkamera fürs Angeln

Auf der Suche nach der perfekten Unterwasserkamera sollten Sie zunächst reflektieren, für welche Zwecke Sie diese benötigen. Wägen Sie ab, was Ihnen persönlich am wichtigsten ist, z.B. ein stabiles hochauflösendes Bild oder die relative Bewegungsfreiheit Ihrer Kamera oder eben beides. Weiter unten auf dieser Seite erläutern wir ausführlich die wichtigsten Kaufkriterien, die Sie noch vor dem Kauf auf jeden Fall kennen lernen müssen.

In folgender Tabelle präsentieren wir einen Vergleich von sechs guten Unterwasserkameras, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Abbildung*
Paralenz
Preis-Leistungs-Tipp
LUCKY Underwater Cam
GoFish Cam
KKmoon Fischfinder
Water Wolf HD
ModellParalenzLUCKY Underwater CamGoFish CamKKmoon FischfinderWater Wolf HD
AuflösungHD 720 p HD 720 p HD 1080 p HD 720 p HD 720 p
DisplayWi-Fi mit Mobilgerät4,3 ZollWi-Fi mit Mobilgerät7 ZollWi-Fi mit Mobilgerät
Tauchtiefe250 m20 m150 m30 mca. 120 m
Eigenschaften/ Ausstattung
  • kabellos
  • sehr kompakt und robust
  • sehr große Tauchtiefe
  • Tiefen-Farbkorrektur ohne zusätzlicher Filter
  • kabelgebunden
  • 16 GB RAM-Karte inclusive
  • LED-Ferninfrarotlichtern
  • 120 ° Erfassungsgrad
  • 6 m Erfassungsreichweite
  • kabellos
  • 4 Stunde Aufnahme
  • grüne LEDs für tiefes Wasser und Nachtangeln
  • sehr kompakt
  • Schwimmer-Zubehör
  • kabelgebunden
  • abnehmbare Sonnenblende
  • Float (für Tiefgang)
  • Set Fixfringe
  • kabellos
  • 4 Stunden Aufnahmezeit
  • verbesserte Stoßfestigkeit
  • 10-tlg. Filmoptionen-Kit
Kundenwertung*BewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungen
Angebote*Zum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum Angebot
Erhältlich bei*

Auf die Bildauflösung und Kapazität der Kamera kommt es an

Damit eine Unterwasserkameras beim Angeln Bilder und Videos mit guter Qualität aufnehmen kann, sollten Sie bereits von Beginn an auf entsprechend hochwertiges Modell setzen. Optimal sind 4K-UHD-Kameras, die Ihnen Aufnahmen mit einer Auflösung von mindestens 12 Megapixeln liefern. Diese Kameras gibt es für 150 bis 300 Euro. Hochwertige Ergebnisse liefern Ihnen auch Unterwasserkameras mit der Auflösung von 16 Megapixeln. Diese Geräte kosten ebenso bis zu 400 Euro.

Wenn Sie auf der Suche nach einer Unterwasserkamera mit Serienbildmodus von bis zu 5 Bildern pro Sekunde sind, müssen Sie mit dem Preis ab rund 600 Euro rechnen. Kameras zu deutlich höheren Preisen können in der Regel auch mehr, indem sie über zusätzlichen und überaus nützliche Features und Funktionen verfügen, wie zum Beispiel Zeitlupe. Bei der Suche nach der passende Kamera achten Sie bitte auch auf die Größe des Displays. Ideal sind Maße ab 2,5 bis 3 Zoll. Auf solchen Displays können Sie die Details besser erkennen.

Was ist besser fürs Angeln – Unterwasserkamera mit oder ohne Kabel?

Zander unter Wasser

Zander unter Wasser

Es gibt zwei wichtigste Unterwasserkamera-Arten fürs Angeln – mit oder ohne Verbindung zum Angler durch ein Kabel. Kabellose Kameras sind im Schnitt etwas teurer als die kabelgebundenen. Sie versprechen Ihnen eine gewissen Unabhängigkeit, da sie im Wasser frei beweglich sind. In der Regel verfügen solche Kameras auch über die Möglichkeit, mittels Synchronisation per WLAN eine Verbindung mit dem Smartphone, dem Laptop, dem PV oder dem Tablet des Anglers herzustellen.

Allerdings ist die Reichweite der meisten kabellosen Unterwasserkameras nicht sehr groß. Ab einer bestimmten Wassertiefe bricht die Verbindung einfach ab. Außerdem frisst die WLAN-Nutzung Akku-Power. Preiswertere kabelgebundene Modelle dagegen übermitteln ihre Signale mit gleichbleibend guter Qualität. Bis zu 100 Meter und sogar länger sind diese Kabel. Das Problem: kabelgebundene Kameras bleiben leichter an dem einen oder anderen Hindernis hängen. Sie müssen sich also entscheiden, ob Ihnen ein stabiles Bild oder die relative Bewegungsfreiheit Ihrer Kamera wichtiger ist.

Auf die Form und Konstruktion der Kamera achten

Beim Angeln mit Unterwasserkamera wird nicht einfach eine wasserdichte Digitalkamera auf den Grund gelassen. Damit das Fischen mit Kamerabegleitung Sinn macht, müssen sich das Gerät gut bewegen. So wird beim z.B. Trolling die Kamera direkt an den Köder gebunden. Gute Modelle für das Angeln lassen sich mit dafür vorgesehenen Befestigungsmöglichkeiten nicht nur einfach, sondern auch sicher anmontieren.

Allerdings kann jede noch so stabile Konstruktion einer Kamera immer dann problematisch werden, wenn die Vorrichtung in die Strömung gerät. Von großem Vorteil sind in diesem Fall Modelle, die der Kraft des Wassers möglichst wenig Widerstand entgegensetzen. Das sind in erster Linie Apparate, die einer kleinen Rakete oder einem Torpedo ähneln. Durch ihre Stromlinienform sind diese Kameras auch in strömungsreichen Gewässern leichter unter Kontrolle zu halten. Wurde der Winkel der Kamera dennoch verstellt, lässt sie sich in dieser Form durch die Bewegung von Rute und Köder viel besser ausbalancieren.

Was ist bei Akku-Laufzeit zu beachten?

Krokodil unter Wasser

Krokodil unter Wasser (Bild: Willyam Bradberry/Shutterstock.com)

Ein wichtiges Augenmerk beim Kauf einer Unterwasserkamera für das Angeln ist die Laufzeit der Akkus. Da Sie nicht von vornherein wissen können, wann Ihnen die beste Aufnahme gelingt, muss eine gute Kamera unter Umständen eine lange Zeit laufen, um den Augenblick nicht zu verpassen. Die gängigsten Modelle am Markt verfügen über Akkus, die um die vier Stunden ohne Probleme aushalten, bevor sie erneut aufgeladen werden müssen. Kameras im höheren Preissegment verfügen inzwischen auch über Aggregate, die deutlich länger durchhalten.

Möglich sind sehr lange Laufzeiten für Akkus von bis zehn Stunden. Diese Unterwasserkamera eignen sich bestens auch für längere Einsätze, etwa zum Fischen von Karpfen. Beachten Sie jedoch, dass die Laufzeit der Batterien wesentlich davon abhängt, wo und wie sie die Kamera benutzen. So hat die Temperatur des Wassers einen recht großen Einfluss auf die Betriebsdauer. Ist das Gewässer durchgängig kalt, machen die Akkus etwas früher schlapp. Das gleiche gilt für die Tauchtiefe, denn in tieferen Gewässern sink die Temperatur rapide. Nicht zuletzt geht der Einsatz von integrierten Blitzgeräten zu Lasten der Akkus.

Tauchtiefe der Unterwasserkamera je nach Angelmethode

Welchen Preis Sie für eine Unterwasserkamera für das Angeln bezahlen müssen, hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon ist die Tauchtiefe des Modells. Je tiefer ein Gerät eingesetzt werden soll, umso besser muss ihr Gehäuse isoliert sein. Denn in tieferen Gewässern steigt der Druck auf Gehäuse und Kamera. Angeln Sie für gewöhnlich in der Nähe des Ufers oder in einem Teich, dann reichen Modelle mit Tauchtiefen von bis zu zehn Metern aus. Diese einfachen Kameras sind bereits für etwa 100 bis 150 Euro zu haben.

Etwas höher im Preis liegen die Modelle, mit denen Sie in Gewässertiefen von zwanzig Metern gute Ergebnisse erzielen. Natürlich geht es auch tiefer. Kameras fürs Fischen, die Sie in sehr tiefem Wasser oder im Meer einsetzen können, sind sogar bis zu 100 Metern wasserdicht. Dafür müssen Sie jedoch deutlich mehr Geld hinlegen. Diese Modelle haben fast schon Profiqualität und kosten schnell bereits bis zu eintausend Euro und mehr.

Starke Lichquelle und andere Lichtaspekte der Unterwasserkamera

Wels unter Wasser

Wels unter Wasser

Wichtig für das Vergnügen beim Betrachten von Unterwasseraufnahmen ist gutes Licht. Wie gut und wie weit Sie beim Angeln sehen können, hängt in erster Linie von der Trübung des Wassers ab. In den meist doch recht trüben Gewässern in Deutschland können Sie von Sichtweiten bis zu zwei Metern ausgehen. Dazu kommt, dass die Sicht umso schlechter wird, je tiefer das Wasser ist und je weniger Sonnenstrahlen die Kamera erreichen. Deshalb ist es sinnvoll, Modelle zu wählen, die vom Hersteller mit ausreichend Infrarot-LEDs bestückt sind. Sie geben künstliches Licht ab und ermöglichen auch in der Tiefe gute und vor allem scharfe Fotos. Allerdings geht der Einsatz von Infrarot-LEDs zu Lasten der Laufzeit beim Akku. Wollen Sie gute Ergebnisse aus der Tiefe, müssen Sie also auch auf die dafür notwendige Leistung der Akkus achten.

Nützliche Features und Ausstattungsmerkmale

Nicht zuletzt sollte eine Unterwasserkamera über eine gute Ausstattung verfügen. Allerdings spielt bei der Überlegung, welche Features das entsprechende Modell bieten soll, auch die Art seines Einsatzes eine Rolle. Unterwasserkameras, die auf Zuruf auslösen, sind eine interessante Variante. Auf diese Voice Control können Sie unter Umständen jedoch getrost verzichten. Ein wichtigeres Detail dagegen wäre ein zusätzlicher Bildstabilisator. Mittels seiner Anti-Verwackel-Technologie sorgt er dafür, dass die Aufnahmen so gut wie möglich gelingen. Aufschluss über die Bedingungen im Gewässer geben Sensoren, die z.B. die Temperatur oder die Trübung des Wassers messen. Angeln Sie vornehmlich in der Dämmerung oder bei Nacht, sollten Sie auf die Nachtsicht-Option setzen. Ideal ist es, wenn die SD Karte in den Lieferumfang eingeschlossen ist. Das Gros der Modelle bietet diesen Vorteil bereits.

Beispiel-Video aufgenommen mit Water Wolf Kamera

Auch wenn es ein reines Werbevideo ist, lohnt sich das Anschauen trotzdem. Allein um das Wesen des Hechtes zu verstehen. Denn egal ob am Grund, im Mittelwasser oder an der Oberfläche – der Hecht ist in jedem Gewässer der Herr über alle Wasserschichten und attackiert ohne zu zögern. Selbst nach einem verfehlten Angriff kommt er nicht selten kurz danach wieder und schnappt sich letztendlich die Beute!

All die kleinen und großen Stupse also, die man beim Angeln immer wieder mit der Rute spürt, ohne zu wissen, ob es Bodenkontakt oder ein verfehlter Angriff war, wird man mit einer Unterwasserkamera genau rekonstruieren können.




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