Unterwasserkamera fürs Tauchen: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Unterwasserkamera gibt es auf dem Markt in Hülle und Fülle. Doch nur wenige Modelle halten den widrigen Unterwasser-Bedingungen fest und liefern auch anständige Bilder und Videoaufnahmen.

So entscheiden Sie sich für die Richtige

Unterwasserkamera

Unterwasserkamera (Bild: aquapix/Shutterstock.com)

Auf der Suche nach der perfekten Unterwasserkamera fürs Tauchen sollten Sie zunächst reflektieren, für welche Zwecke Sie diese benötigen. Wägen Sie ab, was Ihnen persönlich am wichtigsten ist – möglichst hohe Bildauflösung oder die Reichweite bzw. die Tauchtiefe oder eben beides. Weiter unten erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien, die Sie bei der Suche nach dem passenden Gerät unbedingt beachten müssen.

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs guten Unterwasserkameras, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Abbildung*
GoPro HERO7 Schwarz
Preis-Leistungs-Tipp
Nikon Coolpix W150
Olympus Tough TG-2
Pentax RICOH WG-60
Olympus Tough TG-5
Panasonic Lumix DMC-FT30
Crosstour Action Cam
ModellGoPro HERO7 SchwarzNikon Coolpix W150Olympus Tough TG-2Pentax RICOH WG-60Olympus Tough TG-5Panasonic Lumix DMC-FT30Crosstour Action Cam
Auflösung12 Megapixel 14 Megapixel 12 Megapixel 16 Megapixel 12 Megapixel 16 Megapixel 12 Megapixel
Display2 Zoll6,7 cm3 Zollk.A.3 Zoll2,6 Zoll2 Zoll
Tauchtiefe10 m10 m15 m14 m15 m8 m30 m
Eigenschaften/ Ausstattung
  • 4 fach opt. Zoom
  • Gimbal-ähnliche Stabilisierung
  • High-Speed Aufnahme
  • Hoher ISO-Bereich
  • The Frame (HERO7 Black)
  • stoßfest aus bis zu 1,8 m
  • Full-HD-Video mit Bildstabilisator
  • Bildübertragung SnapBridge
  • für Kinder geeignet
  • 4 fach opt. Zoom
  • 100 kg bruchsicher
  • bis zu 2m stoßfest
  • Kompass, GPS-System
  • LI-90B Akku
  • gute rauschfreie Bilder
  • Shockproof (1.6 m)
  • Mikroskop-Modus
  • 25 Aufnahmemodi
  • Vorsatz für Makroaufnahmen
  • erweiterte Though Leistung
  • GPS, Manometer, Kompass
  • 4K-Videoaufnahme in bis zu 30 fps
  • hoher ISO-Bereich
  • LI-92B Akku
  • 4x opt. Zoom (KB: 25-100mm Brennweite)
  • Optischer Bildstabilisator O.I.S.
  • Li-Ionen-Akku
  • MP4 kompatibel
  • 30fps Video und 20MP Bild
  • Wireless Fernbedienung
  • Anti-Shake und Loop-Aufnahme
  • WIFI- und HDMI-Ausgang
Kundenwertung*BewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungen
Angebote*Zum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum Angebot
Erhältlich bei*

Wie hoch soll die Bildauflösung sein und welche Lichtquellen braucht man?

Je tiefer Sie mit Ihrer Unterwasserkamera tauchen, desto schlechter werden die Lichtverhältnisse. Damit Sie mit Ihrer der Kamera auch in der Tiefe perfekte Aufnahmen machen können, müssen Sie Wert auf die Auflösung legen. Mindestens 12, besser jedoch 16 Megapixel sollten es schon sein. Je höher die Auflösung ist, umso teurer ist allerdings auch das entsprechende Kamera-Modell.

Damit Ihre Fotos aus den lichtarmen Tiefen zu grün, zu blau, grünlich oder kontrastlos wirken, sollten Sie darüber hinaus auf gute Lichtquellen achten. Empfohlen werden zwei voneinander unabhängige Belichtungssysteme. Eine eingebaute LED dient der Ausleuchtung im Nahbereich. Ein integrierter Blitz leuchtet die Umgebung aus und löst auch das Problem ungleichmäßig belichteter Makro-Aufnahmen. Sollte die von Ihnen gewählte Kamera nicht beide Systeme in sich vereinen, können Sie auch auf externe Unterwasserblitze setzen.

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Was ist beim optischen Zoom und bei Kapazität der Optik zu beachten?

Unterwasser Foto

Unterwasser Foto

Da die Unterwasserbewohner sich nicht unbedingt direkt vor der Linse aufhalten, empfiehlt sich ein optisches Zoom, der mindestens fünf Stufen umfassen sollte. Deshalb ist ein gutes Objektiv ein überaus wichtiges Feature bei einer Unterwasserkamera. Hier setzt jedoch die Art des Einsatzes der Kamera engere Grenzen. Denn das Zoom ist bei den meisten Modellen mit maximal fünffacher Vergrößerung vergleichsweise gering. Das liegt daran, dass das Zoom-Objektiv bei beinahe allen Geräten tief im Gehäuse der Kamera sitzt, was sie immerhin robust gegen Stürze macht.

Naturgetreue Aufnahmen erhalten Sie durch den Weißabgleich. Allerdings nicht jede Unterwasserkamera verfügt über eine solche Funktion. Legen Sie dennoch Wert darauf, müssen Sie mehr Geld investieren. Dafür werden in den Kameras zunehmend CMOS Sensoren (Metal Oxide Semiconductor) verbaut. Deren lichtempfindliche Elemente wandeln das einfallende Licht je nach Wellenlänge in Zahlenreihen um. Diese werden auf einer SD-Karte gespeichert oder direkt an verknüpfte elektronische Geräte oder Cloud-Dienste gestreamt.

Auf ein gut sichtbares Display kommt es an

Bei einer Unterwasserkamera spielt die Beschaffenheit des Displays eine wichtige Rolle. Wenn Sie beim Schnorcheln oder beim Tauchen eine Taucherbrille tragen, kommen Sie unter Umständen nicht nahe genug an den optischen Sucher heran. Das Display der von Ihnen gewählten Kamera muss deshalb groß sein. Nur dann können Sie aus der notwendigen Entfernung alle Details gut erkennen.

Zu empfehlen sind Displays mit einer Größe von mindestens 2 Zoll. Besser sind Maße ab 2,5 bis 3 Zoll. Darüber hinaus sollten Sie nach Möglichkeit auf ein Touchdisplay setzen. Nicht immer haben Sie bei Aktionen unter Wasser beide Hände frei. Ein Touchdisplay können Sie gut mit nur einer Hand bedienen. Auch hier spielt die Größe von mindestens 2,5 Zoll eine wichtige Rolle.

Tauchtiefe der Unterwasserkamera entscheidet über das Einsatzgebiet

Tauchtiefe der Unterwasserkamera

Tauchtiefe der Unterwasserkamera (Bild: DAAgius/Shutterstock.com)

Bei der Wahl der Tauchtiefe für Ihre Unterwasserkamera spielen der Einsatz und Ihre Vorlieben eine Rolle. Wollen Sie lediglich Schnorcheln, können Sie gut auf ein Modell setzen, dessen Tauchtiefe bei maximal 10 Metern liegt. Solche wasserdichten Kompaktkameras sind noch relativ günstig. Mit einem Budget zwischen 350 und 400 Euro können Sie gut starten. Selbst Modelle mit Preisen um die 150 Euro finden Sie in diesem Bereich. Kreativ können Sie allerdings mit diesen Kameras keine sehr großen Sprünge machen.

Wollen Sie beim Tauchen die tieferen Regionen erkunden, muss die zugelassene Tauchtiefe für Ihre Kamera entsprechend hoch genug sein. Bis zu 40 Meter soll eine gute Unterwasserkamera aushalten können. Die am meisten üblichen Maße für Tauchtiefe liegen allerdings zwischen 12 und 30 Metern. Wollen Sie mit einem solchen Modell tiefer abtauchen, können Sie sich zusätzlich mit einem Spezialgehäuse behelfen. Es muss allerdings für Ihr Modell kompatibel sein, lässt dann aber Tiefen von 60 bis 75 Meter zu.

Was ist bei Konstruktion der Kamera zu beachten?

Eine fürs Tauchen geeignete Kamera soll ganz bestimmte Eigenschaften mitbringen. Sie muss robust und wasserdicht, dabei jedoch leicht und handlich sein. Außerdem sollte sie so konstruiert sein, dass sie intuitiv zu bedienen ist. Da es im Wasser immer mal wieder zu unvorhersehbaren Situationen kommen kann, sollten die Hände frei bleiben, und zwar beide. Denn eine Kamera auf Dauer in nur einer Hand zu halten, ist unter Wasser nicht möglich. Außerdem hätten Sie im Notfall lediglich eine Hand frei.

Natürlich lässt sich eine Unterwasserkamera mittels einer Schlaufe am Handgelenk befestigen. Das ist manchmal allerdings störend. Eine zuverlässige Möglichkeit ist eine Spiralbindung zur Befestigung der Kamera am Tarier-Jackett. Dieses Jackett schützt den Taucher und ist gleichzeitig schön leicht. Ihre Unterwasserkamera ist mit einer Spiralbindung fixiert und jederzeit griffbereit. Eine Alternative sind Helmklemmen zur Befestigung auf dem Kopf. Dann sollte das von Ihnen gewählte Modell jedoch nicht zu viel wiegen.

Wie breit soll der Funktionsumfang sein?

Funktionsumfang der Unterwasserkamera

Funktionsumfang der Unterwasserkamera

Gute Unterwasserkameras verfügen über diverse Ausstattungsmerkmale. Sinnvolle zusätzliche Funktionen sind zum Beispiel WiFi bzw. WLAN. Diese benötigen Sie, um Daten schnell zu übertragen oder Ihre Kamera über eine Smartphone-App zu kontrollieren. GPS dient als Ausstattungsmerkmal nicht allein für die Ortung und Navigation. Eine GPS-Funktion liefert zu jeder einzelnen Aufnahme wichtige Standortinformationen. So sehen bei der Nachbearbeitung an Ihrem Computer sofort, wo Sie das Bild aufgenommen haben. Inzwischen gehören diese beiden Ausstattungsmerkmale bereits zum Standard von guten Modellen.

Möchten Sie neben imponierenden Unterwasserfotos auch eindrucksvolle Videos aufzeichnen, sollten Sie sich von Beginn an für eine Unterwasserkamera entscheiden, die über einen Videomodus verfügt. Besonders zu empfehlen sind hier Videofunktionen in einer HD Qualität. Eine Bildstabilisierung ist immer dann notwendig, wenn Sie Ihre Unterwasserkamera bei sportlichen Aktivitäten oder für Aufnahmen bei Wellengang verwenden. Darüber hinaus gibt es noch andere Feature. Auf einen Kompass oder einen Tiefenmesser können Sie setzen, unbedingt notwendig sind sie nicht. Dasselbe gilt für ein Barometer.

Akku-Laufzeit und die Ladezeit der Akkus

Besonderes Augenmerk sollte Sie bei der Anschaffung einer Unterwasserkamera auf die Laufzeit der Akkus legen. Mindeststandard sind hier vier Stunden. Allerdings hängt die Dauer für die Nutzung der Modelle entscheidend von den Gegebenheiten ab. Tauchtiefe und Temperatur des Wassers beeinflussen die Akku Laufzeit stark. Dasselbe gilt für die Verwendung von LEDs oder eines integrierten Blitzgeräts.

Wägen Sie bei der Wahl des Kamera-Modells ab, ob Ihnen bis zu 200 Aufnahmen reichen oder ob Sie von vornherein eine höhere Kapazität wünschen. Achten Sie außerdem auch auf die Ladezeit der Akkus. Wollen Sie Ihre Unterwasserkamera mehrmals am Tag verwenden, dann kombinieren Sie eine lange Laufzeit mit einer niedrigen Ladezeit.




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