Angelhaken Arten

Welche Angelhaken-Arten gibt es und unter welchen Bedingungen welche Modelle eingesetzt werden, erklären wir in diesem Artikel.

Verschiedene Angelhaken-Arten

Angelhaken

Angelhaken

Der Angelhaken ist das einzige Element der gesamten Angelausrüstung, das unmittelbar mit dem Fisch in Kontakt kommt und aus diesem Grund nicht selten enorme Kräfte aushalten muss. Ohne Haken gibt es auch kein Fisch. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und robusten Angelhaken ist weltweit dermaßen gestiegen, dass einzelne Unternehmen sich sogar ausschließlich auf deren Herstellung spezialisiert haben. Grundsätzlich werden verschiedene Haken-Modelle je nach Angelmethode, Witterungsbedingung und Zielfisch unterschieden. Folgend beschreiben wir die wichtigsten Angelhaken-Arten und erläutern ihre Funktion.

1. Örhaken

Örhaken

Örhaken

Örhaken gehören zu den Angelhaken der ersten Stunde und machen auch heute noch ca. 80% aller Haken aus. Vor allem Einsteiger schätzen diese Haken-Art, weil sie einfach zu binden und praktisch im Einsatz ist.

Örhaken besteht aus einer einzelnen Hakenspitze, einem Bogen und einem Schenkel. Zur Befestigung dient ein Öhr am Ende des Schenkels. Der klassische Öhrhaken ist ein Allround-Haken, der in sehr vielen verschiedenen Formen und Größen angeboten wird. Entsprechend eignet er sich in der passenden Ausführung zum Fangen zahlreicher Fischarten.

2. Plättchenhaken

Plättchenhaken

Plättchenhaken

Der Plättchenhaken hat genauso wie der Örhaken eine einzelne Hakenspitze. Allerdings verfügt ein Plättchenhaken nicht über das Hakenör. Anstatt dessen ist sein Schenkel am Ende zu einem Plättchen gepresst. Darüber wird der Haken mit der Schnur verbunden.

Die Knottechnik beim Plättchen ist komplizierter als beim Öhr, das Einsatzgebiet ist allerdings ebenso weit gefasst. Plättchenhaken werden im Handel oft mit bereits gebundenen Vorfächern angeboten. Sowohl kleine wie auch große Fische können mit einem Plättchenhaken geangelt werden.

3. Wurmhaken

Wurmhaken

Wurmhaken

Wurmhaken ist speziell fürs Angeln mit Wurm als Köder entwickelt worden. Damit der Wurm nicht so leicht vom Haken rutscht und gleichzeitig verführerisch präsentiert werden kann, ist diese Hakenart mit Widerhaken an dem etwas verlängerten Schenkel versehen.

Je nach Größe können mit Wurmhaken unterschiedliche Fischarten beangelt werden. Einzige Voraussetzung ist, dass sie auf einen Wurm beißen. Dazu gehören zum Beispiel Barsch, Karpfen, Brassen, Schleie, Karausche usw.

4. Schonhaken

Schonhaken

Schonhaken

Der Schonhaken unterscheidet sich gegenüber einem normalen Angelhaken darin, dass er nicht mit Widerhaken besetzt ist. Dadurch kann der Schonhaken dem Fisch meist ohne Verletzung, also besonders schonend, wieder aus dem Maul genommen werden.

Schonhaken sind besonders beim „Catch & Release“-Fischen beliebt, einer Angelmethode, indem die Fische nach dem Fang zurückgesetzt werden. Hierzulande ist das „Catch & Release“ zwar verboten, dennoch sind Schonhaken auch bei uns sinnvoll, wenn bestimmte Fische während der Schonzeit unbeabsichtigt gefangen und zurückgesetzt werden müssen.

5. Teighaken

Teighaken

Teighaken

Die Besonderheit des Teighakens ist, dass er über eine Spirale verfügt. Diese befindet sich auf Höhe des Schenkels. An der Spirale haftet der Teig besonders gut, sodass er auch bei weiteren Würfen nicht vom Haken fällt. Ansonsten sind die Teighaken anderen Einfachhaken ähnlich.

Das Angeln mit Teig ist beim Angeln zahlreicher Friedfische sehr erfolgreich. Darüber hinaus ist Teig ein sehr fängiger Köder beim Forellen-Fischen in künstlichen Teichanlagen. Auch die sogenannte Forellenpaste haftet fest an einem Teighaken.

6. Butthaken

Butthaken

Butthaken

Der Butthaken (auch Plattfischhaken genannt) ist weniger wegen des Zielfisches, sondern wegen des Köders (Wattwurm) und der Bedingungen beim Brandungsangeln eine besondere Erscheinung unter den Angelhaken.

Der Butthaken verfügt über einen langen Schenkel mit Widerhaken, auf den Wattwürmer gut aufgezogen werden können und auf dem sie auch sicher halten. Einsatzgebiet ist vor allem das Angeln auf Plattfische an der Küste.

7. Fliegenhaken

Fliegenhaken

Fliegenhaken

Der Fliegenhaken ist speziell für das Fliegenfischen entwickelt worden. Zielfische sind vor allem Salmoniden aber auch andere Raubfische, die mit der Fliege gefangen werden können. Sogar Friedfische steigen manchmal auf eine gekonnt geführte Fliege.

Eine Besonderheit des Fliegenhakens ist sein langer Schenkel, an welchem der Köder (die Kunstfliege) in einem komplizierten Verfahren angebunden wird. Das Öhr des Fliegenhakens ist leicht nach innen gebogen. Fliegenhaken gibt es in unterschiedlichen Größen.

8. Kreishaken

Kreishaken

Kreishaken

Kreishaken haben das Friedfischangeln auf lange Distanz revolutioniert. Denn beim Angeln mit Kreishaken ist es nicht notwendig, dass der Angler beim Biss einen Anhieb setzt. Es genügt, wenn der Fisch sich beim geringen Widerstand selbst zu befreien versucht. Dabei gleitet der Kreishaken bis zum Kieferknochen, umgreift ihn und hakt sich somit im Maulwinkel von alleine.

Die Selbsthak-Möglichkeit wurde beim Kreishaken durch seine besondere Konstruktion erzielt, indem die Spitze um fast 90 Grad zum Schenkel gebogene ist. Einzig darf der Kreishaken nicht vom Köder komplett bedeckt sein. In diesem Fall schafft es der Haken nicht, die Lippe des Fisches zu umgreifen und sich festzusetzen.

9. Offsethaken

Offsethaken

Offsethaken

Der Offset-Haken wurde speziell fürs Angeln mit kleinen und weichen Gummiködern entwickelt. Sein wichtigstes Unterscheidungsmerkmal gegenüber „normalen“ Angelhaken ist der Knick gleich hinter der Hakenöse.

Durch den Knick im Hakenschenkel des Offset-Hakens wird dem Gummiköder die bestmögliche Flexibilität bei der Führung gewährt. Somit eignen sich Offsethaken ideal zum sogenannten Creature-Bait-Fischen, eine Angelmethode, die ursprünglich fürs Schwarzbarschangeln in den USA entwickelt wurde.

10. Köderfischhaken

Köderfischhaken

Köderfischhaken

Ein Köderfischhaken (auch Ryderhaken genannt) besteht aus zwei zusammengeschweißten Haken – einem normalen Haken und dem sogenannten Lipphaken, der etwas weiter oben am Schenkel angebracht ist und wesentlich kleinere Größe aufweist.

Während der Lipphaken zur Befestigung eines Köderfisches dient, soll der größere Haken den Raubfisch verhaften. Zielfische sind dabei meist Zander, Hechte und Welse. Köderfischhaken gibt es nicht nur in 2er sondern auch in 3er Ausführung. Die Drillinge haben entsprechend zwei große Haken und einen Lipphaken.

11. Zwillingshaken

Zwillingshaken

Zwillingshaken

Der Zwillingshaken verfügt über zwei Hakenspitzen. Häufig eingesetzt wird er beim Angeln auf Zander mit totem Köderfisch. Dabei wird der eine Haken im Köderfisch verankert, der andere liegt direkt außen daran an.

Vorteil des Zwillingshaken ist, dass es durch den zweiten Haken nur zu wenigen Fehlbissen kommt. Gleichzeitig sind die Zwillingshaken unauffälliger als Drillinge. In Deutschland dürfen Zwillingshaken grundsätzlich nur für das Angeln auf Raubfische genutzt werden.

12. Drilling

Drilling

Drilling

Der klassische Drilling verfügt über drei gleich große Hakenspitzen. Drillingshaken werden für das Angeln auf Raubfische eingesetzt, oft im Zusammenhang mit Kunstködern wie zum Beispiel Wobblern, Blinkern und Spinnern.

Vorteil des Drillingshakens ist, dass es selten zu Fehlbissen kommt. Meist wird der Fisch sehr gut in der vorderen Maulpartie gehakt. Drillingshaken dürfen in Deutschland nur fürs das Angeln von Raubfischen verwendet werden, was wiederum die bestandene Fischereiprüfung voraussetzt.

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