Brackwasser-Angeln

Im Brackwasser zu angeln bedeutet Spannung pur und viel Abwechslung, denn dort tummeln sich sowohl die Süßwasser- als auch Salzwasserfische.

Was bedeutet Brackwasser?

Brackwasser-Angeln

Brackwasser-Angeln

Als Brackwasser wird ein Gemisch aus Salz- und Süßwasser bezeichnet, das oftmals im Mündungsgebiet von Flüssen oder strandnahen Seen entsteht. Das Wasser weist dabei einen Salzgehalt von 0,1 % bis maximal 3 Prozent auf. Da der Salzgehalt für ein vielfältiges und natürliches Futtervorkommen sorgt, fühlen sich im Brackwasser insbesondere Raubfische sehr wohl.

Dennoch stellt der von der Jahreszeit abhängige Salzgehalt des Wassers (auch Salinität genannt) eine enorme Herausforderung für die Tier- und Pflanzenwelt dar. Um diesem Wechsel entgegenwirken zu können, bedarf es besonderer osmoregulatorischer Fähigkeiten, mit deren Hilfe der Salzgehalt ausgeglichen wird. Hinsichtlich des Artenreichtums der Fische im Brackwasser, gelingt diese Regulation Raubfischen, aber auch Reptilien wie Schildkröten am besten.

Angeln auf Brackwasser-Fische in Deutschland

Angeln auf Brackwasser-Fische

Angeln auf Brackwasser-Fische

Die wohl populärsten und meist geangelten Brackwasser-Fische in Nord- und Ostsee sind neben dem Hecht und dem Barsch auch der Lachs und der Dorsch. Sollten Sie sich für das Angeln im Brackwasser interessieren, so gibt es unterschiedliche Angeltechniken zu beachten. Alle Raubfische agieren im Wasser auf Basis ihrer Instinkte. Daher ist es ungemein wichtig, diese Instinkte auszulösen und die Fische zum Biss zu verleiten.

Gute Fangchancen dazu haben Sie im Brackwasser mit einem Spinner: Wird er an einer Spinnrute eingeholt, so rotiert er um seine eigene Achse und setzt Reize in Form von Druckwellen frei, die die Instinkte des Räubers wecken und oftmals zum Biss führen. Hechte, Barsche und gelegentlich auch Lachse schnappen sich den Spinner. Daneben gehören Gummiköder zu den im Brackwasser bewährten Ködern für Barsche, Hechte und Dorsche.

Brackwasser-Regionen weltweit

Tigerfisch

Tigerfisch

Die Brackwasser-Gebiete entlang der Nord- und der Ostsee gehören zu den artenreichsten weltweit. Doch auch anderenorts können Angler auf eine Vielzahl an Brackwasserfischen stoßen. So gilt die Westküste Gambias längst als Geheimtipp unter Hobby-Fischern, die ihrer Leidenschaft weltweit nachgehen. Neben Tigerfischen ist vor allem der Afrikanische Raubwels eine der begehrtesten Trophäen dieser Region. Eine weitere Brackwasser-Welsart ist der Risenantennenwels, der vornehmlich in den Mündungen des Amazonas sowie des Orinoco angetroffen werden kann.

Beide Flussdeltas gelten zu den artenreichsten Brackwasser-Regionen der Welt. Der Riesenantennenwels sticht aufgrund seiner enormen Größe aus der vielfältigen Flora und Fauna hervor. Mit bis zu 3,5 m Länge sowie einem Gewicht von mehr als 300 kg gehört er zu den größten Welsen der Welt. Bei einem Angelausflug im Orinoco sowie dem Amazonas ist jedoch Vorsicht geboten: Das Brackwasser dort gilt ebenfalls als beliebter Lebensraum von Piranhas.



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