Angelkajaks: Kauftipps, Test & Vergleich 2018

Worauf Sie beim Kauf eines Angelkajaks achten müssen, wird in diesem Artikel ausführlich erklärt. Wir stellen sechs verschiedene Kajak-Modelle vor, damit Ihnen die Qual der Wahl ein wenig erleichtert wird.

Paddeln oder treten?

Am Wasser

Am Wasser

Eine der wichtigsten Fragen, die Sie vor dem Kauf eines Angelkajaks klären müssen, ist die Art des Antriebs. Der klassische Antrieb, der auch bei den meisten Angelkajaks zur Anwendung kommt, ist das Doppelpaddel*. Dazu kommt der Tretantrieb mit den Füßen als eine weitere Variante. Beide Arten haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. So sind Kajaks mit einem Handantrieb per Doppelpaddel in der Regel deutlich preiswerter als Kajaks, die mit einem Tretantrieb bewegt werden. Weiterhin sind Paddelkajaks meist wesentlich leichter. Da sie keinen Platz für den Antrieb mit den Füßen brauchen, bieten sie außerdem mehr Stauraum. Dafür haben sie einen eklatanten Nachteil: Beim Hantieren mit der Rute, müssen Sie das Doppelpaddel aus der Hand legen. Ihr Kajak ist dann ohne Antrieb.

Das kann Ihnen bei einem Kajak mit einem Tretantrieb nicht passieren. Hier werden die Ruten mit den Händen bedient und das Boot mit den Füßen vorwärts bewegt. Beim Auslegen einer Schleppangel ist das ein Vorteil. Unverzichtbar ist es auch beim Vertikaljiggen. Wenn Sie das Vertikalangeln kontrolliert betreiben wollen, ist ein Antrieb mit den Füßen dringend anzuraten. Bei allen übrigen Angeltechniken, wie Fliegenfischen oder Spinnfischen sowie dem Drift-, Schlepp- und Ansitzangeln, fallen die Unterschiede zwischen den beiden Antriebsarten nicht so sehr ins Gewicht. Sie können etwa einen Rutenhalter so platzieren, dass sich Paddel und Ruten nicht in die Quere kommen.

Stabilität vs. Geschwindigkeit

Wie seitenstabil ein Kajak ist, hängt von seiner Breite und von der Rumpf-Form ab. Beide Kriterien stehen auch im direkten Verhältnis zur Geschwindigkeit. Genauer gesagt: Zwischen der Stabilität eines Kajaks und seiner Geschwindigkeit geht die Schere auseinander. Der Grund ist einfach: Die Stabilität eines Bootes gewinnt man durch seine Breite. Ist ein Kajak breit, liegt es stabil im Wasser. Deshalb gilt: Je breiter das Boot ist, desto sicherer ist es auch. In einem der breitesten Kajaks können Sie sogar im Stehen angeln. Allerdings bezahlen Sie diese Stabilität immer mit Geschwindigkeit. Denn ein Kajak wird mit zunehmender Breite immer langsamer.

In der Umkehrung gilt: Je schmaler das Kajak geschnitten ist, desto schneller bewegt es sich und desto instabiler wird es. Ob Sie sich für Breite und damit für Stabilität oder für eine schmale Form und damit für Geschwindigkeit entscheiden, hängt auch davon ab, auf welchem Gewässer Sie Ihr Kajak einsetzen wollen. Bewegen Sie sich zum Beispiel auf einem kleinen und gut überschaubaren See und haben Sie nicht die Absicht große Strecken zu fahren, sollten Sie auf ein breites und damit stabiles Kajak setzen. Legen Sie dagegen oft größere Strecken zurück oder paddeln Sie in Flüssen häufig gegen die Strömung, ist ein schmaleres Kajak ideal. Dann sind die höhere Geschwindigkeit und die Ersparnis beim Kraftaufwand wichtiger als die Aussicht, ab und zu auch mal im Stehen zu angeln.

So entscheiden Sie sich für den Richtigen

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Angelkajaks, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Sit on Top KajakPreis-Leistung Tipp Riber Kajak Kajak Salty Blackfoot Kajak Kajak XO13 GTE Aquaglide Kajak
Kajak-Maße (L x B x H) 370 x 85 x 35 cm 365 cm 390 x 76 x 35 cm 320 x 94 kg 400 x 63 386 x 99
Gewicht 31 kg 32 kg 24 kg 14,5 kg 26 kg 17,3 kg
Tragkraft 215 kg 300 kg 150 kg 181 kg 165 kg 272 kg
Plätze 2 2 1 1 1 1
Antrieb-Typ Paddel Paddel Paddel Paddel Tretantrieb Paddel
Ausstattung
  • Großer Stauraum
  • unsinkbarer Bootskörper
  • 2 Angelhalter
  • Halterungen für Paddel
  • Fenster im Boden des Kajaks
  • Montageplatten
  • HB™ Boden
  • Skeg-System
  • Rückenlehne verstellbar
  • Splash-Guards™
  • Montageplatten
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Ausstattung und Sicherheit

Zur Sicherheitsausrüstung auf Ihrem Kajak sollten neben einem Trockenanzug auch eine Schwimmweste sowie ein Kompass gehören. Der Trockenanzug bewahrt Sie nach einem Sturz in ein kaltes Gewässer vor einer Unterkühlung. Häufig wird diese tödliche Gefahr total unterschätzt. Mit einer Schwimmweste bleiben Sie im schlimmsten Fall an der Wasseroberfläche, bis Hilfe eintrifft. Fällt die gesamte GPS-Elektronik an Bord Ihres Kajaks aus, dann garantiert der Kompass, dass Sie den Weg nach Hause finden.

Zur Sicherheitsausrüstung gehören beim Angeln vom Kajak auch zwei Sicherungsleinen. Mit einer davon wird das Paddel am Boot fixiert. Es kann also nicht verloren gehen. Ohne das Paddel könnten Sie nicht an das Ufer zurück, weshalb der Verlust des Paddels genau so gravierend ist, wie der Verlust des Motors an einem Motorboot. Mit der zweiten Sicherungsleine verbinden Sie sich als Kajakfahrer mit Ihrem Boot. Wenn Sie kentern, kann Ihr Boot abgetrieben werden. Die Sicherungsleine verhindert das.




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