Aufblasbares Kanu: Kauftipps, Test & Vergleich 2019

Worauf Sie beim Kauf eines aufblasbaren Kanus achten müssen, finden Sie in diesem Ratgeber heraus. Der Markt bietet sehr viele verschiedene aufblasbare Kanu-Modelle an, die sich im Hinblick auf Funktionalität, Form und Material stark voneinander unterscheiden.

Ob Sie mit einem aufblasbaren Kanu alleine (mit einem guten Buch und kühlem Getränk) oder mit der ganzen Familie zum Abenteuer aufbrechen möchten, stellt sich immer die Frage: Welches Model soll angeschafft werden? Um dies zu beantworten, muss man zunächst in Erfahrung bringen, wie ein Kanu funktioniert und worauf es dabei ankommt.

Was sind die Vorteile eines Kanus im Vergleich zu Ruderboot?

Aufblasbares Kanu

Aufblasbares Kanu

Kanus fahren immer in Blickrichtung. Egal ob in einem Kanadier mit Stechpaddel oder in einem Kajak mit Doppelpaddel – unterwegs in einem Kanu zu sein, bedeutet in die Fahrtrichtung zu schauen. Diese nach vorne gerichtete Sitzposition ist für viele Menschen ein entscheidendes Kriterium, um sich für ein aufblasbares Kanu zu entscheiden und nicht für ein aufblasbares Ruderboot. Im letzteren sitzt man beim Fahren mit dem Rücken zur Fahrrichtung. Darüber hinaus werden in den meisten Ruderbooten für gewöhnlich zwei separate Paddel verwendet, die im Gegensatz zum Kanu-Paddel nicht nach einander sondern gleichzeitig in die See stechen müssen, was mitunter sehr anstrengend sein kann.

Was ist bei der Form eines Kanus zu beachten?

Umso breiter das aufblasbare Kanu, desto mehr Wasser muss verdrängt werden. Demnach muss der Ruderer auch mehr Kraft aufwenden, um voran zu kommen. Möchte man also auf dem Wasser schnell fortbewegen und auch länger mal die hohe Geschwindigkeit behalten, sollte man zu einem schmalen Kanu greifen. Zum Angeln und Bootswandern eignen sich hingegen auch breite Kanus, die aufgrund ihrer Konstruktion besonders kippstabil sind. Unterm Strich sind es aber nicht nur die richtigen Proportionen sondern auch Materialien, die für gute Fahreigenschaften und Stabilität auf dem Wasser sorgen.

Kanu muss zum Ziel-Gewässer passen

Stausee

Stausee

Zum Plantschen in Schwimmbad und See genügt ein kleines günstiges Kanu-Boot mit leichten Kunststoff-Paddeln. Zum Angeln oder Befahren von Flüssen und leicht strömenden Gewässern, müssen aufblasbare Kanus stabil im Wasser liegen. Wenn Sie auch mal längere Ausflüge an größeren Flüssen wie z.B. dem Rhein oder der Elbe planen, sollte Sie zu einem Kanu greifen, das aus besonders festen Materialien (z. B. mehrschichtiges verstärktes PVC) besteht. Eine feste, unempfindliche Außenhaut und genügend Platz für die Ausrüstung zählen hierbei zu den wichtigen Kaufkriterien.

So entscheiden Sie sich für das Richtige

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs sehr guten aufblasbaren Kanus, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Bestway Lite RapidPreis-Leistung Tipp Intex Kajak K2 Intex Explorer Bestway Hydro-Force Sevylor Kanu Aquaglide Kajak
Kajak-Maße (L x B x H) 321 x 88 x 42 cm 351 x 76 x 38 cm 312 x 91 x 51 cm 330 x 94 x 48 cm 368 x 86 cm 381 x 99
Gewicht 13.7 Kg 17.1 kg 15.8 kg 16.2 kg 15 kg 16,8 kg
Tragkraft 160 kg 160 kg 180 kg 200 kg 200 kg 272 kg
Plätze 2 2 2 2 3 1
Ausstattung
  • Zwei Doppelpaddel
  • Tragegriffe
  • Zwei Doppelpaddel
  • Luftpumpe
  • Zwei Doppelpaddel
  • Luftpumpe
  • Zwei Doppelpaddel
  • Luftpumpe
  • Reparaturset
  • Tragetasche
  • Manometer
  • Reparaturset
  • Kajak-Bag
  • keine Paddel vorhanden
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Sicherheits-Tipps für das Kanu-Fahren

Damit das fahren mit aufblasbaren Kanu für die ganze Familie ein sicherer Spaß bleibt, muss den gut bekannten Risiken vorgebeugt werden. Das ist genauso einfach wie das Paddeln selbst, jedoch werden die Gefahren oft unterschätzt: „Man passt schon auf“. So sind vor allem in tiefen Gewässern und in Flüssen die gefährlichen Strömungen und Strudel vom Laien kaum zu erkennen. Im Falle eines Unfalls oder einer Beschädigung des Boots muss die Besatzung gut vorbereitet sein.

1. Sichere Anlegestellen ausmachen

Vor dem Start sollten die Anlegestellen auf steinige oder astige Bereiche geprüft werden. Diese können die Außenhaut des Bootes verletzen und in ungünstigen Fällen auch die Menschen. Die Anlegestelle sollte nicht zu tief und nicht zu stark abfallend sein. Auch die Strömung soll beim start ganz genau einkalkuliert werden.

2. Strömungsverhältnisse kennen

Standard-Paddelboote sind meist für schwache bis mäßige Strömungsverhältnisse ausgelegt. Wenn Sie auf einem unbekannten Gewässer unterwegs sind, informieren Sie sich über den Flussverlauf ggf. die Strömungen ganz genau. Kommt es auf dem Wasser zum kentern, kann es schnell lebensbedrohlich werden!

3. Schwimmwesten anlegen, Handy einpacken

Nur wer eine hochwertige Rettungsweste anhat, hat beim Überboard-Gehen gute Chancen gerettet zu werden. In kalten Jahreszeiten brauchen Sie darüber hinaus einen Schwimmanzug, der Sie auch im kalten Wasser lange Zeit nicht auskühlen wird. Auch ein gut eingepacktes und griffbereites Handy kann im Falle der Fälle buchstäblich Leben retten.

4. Schlauchboot mit mehreren Luftkammern kaufen

Luftkammern sind Sicherheitsreserven. Wird das Boot unterwegs beschädigt, ist lediglich eine Luftkammer zerstört. Selbst bei nur noch einer funktionierenden Luftkammer taugt das Schlauchboot noch zur „Rettungsinsel“. An der rundum verlaufenden Halteleine kann sich das Team im Notfall festhalten und ans Ufer gelangen.




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