Kanu fahren lernen

In diesem Rategeber finden vor allem Einsteiger nützliche Tipps rund ums Kanufahren und was man bei den Touren alles beachten sollte. 

Kanu oder Kajak, was passt besser zu mir?

Kajaktour

Kajaktour

Auf ersten Blick ähneln sich Kanu und Kajak. Es gibt jedoch wesentliche Unterschiede. Das Kajak ist schmaler und deswegen schneller. Beim Paddeln nutzen Sie ein Doppelpaddel und sitzen tief im Boot. In den meisten Fällen sind Kajaks geschlossen und bieten wenig Stauraum. Sie eignen sich für sportliche Bootsausflüge, für die wenig Gepäck erforderlich ist.

Ein Kanu ist ein breiterer, offener Bootstyp. Zum Kanufahren benötigen Sie ein Stechpaddel. Gepaddelt wird im Sitzen oder Knien. Die durchschnittliche Geschwindigkeit ist beim Kanu geringer als beim Kajak. Kanus sind ideal für längere Touren mit mehr Gepäck.

Wie anstrengend ist Kanufahren?

Seelandschaft

Seelandschaft

Eine Kanu-Tour ist von Frühjahr bis Herbst ein tolles Erlebnis. Viele Anfänger wissen aber nicht, dass Kanufahren zugleich auch ein Ausdauersport ist. Durch die Paddelbewegung werden vor allem die Muskeln in Schultern und Armen, am Rücken und am Bauch beansprucht. Wie anstrengend Ihre Kanutour wird, hängt vor allem davon ab, wie schnell Sie fahren und wie lang die Etappen sind.

Ein gemächlicher Ausflug mit regelmäßigen Pausen in einem ruhigen Gewässer ist nicht übermäßig anstrengend. Eine gewisse Grundkondition und genügend Kraft in der Rumpf- und Armmuskulatur sollten Sie allerdings mitbringen. Ausgedehnte, anspruchsvolle Touren setzen lang anhaltende Belastungen voraus und erfordern sehr gute Kondition.

Welches Kanu für Anfänger?

Kanu fahren zählt zu den schönsten Möglichkeiten, zu entspannen und die Natur zu genießen. Ob See, Fluss oder Meer – das gemächliche Dahingleiten lässt Stress und Alltag schnell vergessen. Doch mit welchem Boot sollte man anfangen? Für Kanu-Einsteiger eignen sich vor allem Boote, die stabil im Wasser liegen und sich leicht manövrieren lassen.

Ein Festrumpfkanu gleitet besonders gut durchs Wasser. Die Form des Rumpfes ist dabei entscheidend. So zeigt ein Boot mit flacher Bodenkrümmung oder einem V-Boden gute Stabilität und lässt sich einfach geradeaus lenken. Eine leicht ansteigende Kielkontur sorgt gleichfalls für einen sicheren Geradeauslauf und eine leichtere Manövrierfähigkeit.

Wie steuert man ein Kanu?

Im Fluss

Im Fluss

Die Steuerung eines Kanus erfolgt durch den Druck, den die Paddel links und rechts vom Bootsrumpf erzeugen. Wenn der Druck auf beiden Seiten gleich ist, fährt das Kanu geradeaus. Für Kurven oder das Drehen auf der Stelle muss entsprechend mehr Druck auf einer Seite ausgeübt werden. Für die Wendung nach rechts wird nur das linke Paddel eingesetzt, bei der Wendung nach links ist es das rechte. Gebremst oder angehalten wird durch ein Querstellen der Blätter zur Fahrtrichtung oder durch Rückwärtspaddeln.

Welche Stechpaddeltechniken gibt es?

Ein Stechpaddel wird senkrecht in das Wasser gestochen und nahe am Boot vorbei geführt. Das Blatt sollte immer ganz eintauchen, um das Kanu möglichst effizient voranzutreiben. Beim Renn- oder Sprintschlag sticht das Paddel schnell und senkrecht ein. Dadurch kommt das Kanu schnell vorwärts. Diese Technik kostet allerdings viel Kraft. Für gemütliches Kanuwandern wird deswegen der Tourenschlag verwendet. Bei dieser Technik stechen Sie das Paddel flacher ein und verlangsamen die Schlagzahl.

Wie paddelt man richtig zu zweit?

Beim Kanu fahren zu zweit sitzt eine Person hinten und eine vorne im Boot. Einer der beiden paddelt beim Geradeausfahren auf der linken Seite, der andere auf der rechten. Der gemeinsame Rhythmus ist wichtig. Andernfalls fährt das Kanu Schlangenlinien und kommt nicht gut vorwärts. Da der Hintermann den Partner vorne im Boot beobachten kann, sollte er sich möglichst genau nach dessen Bewegungen richten. Zudem hat der Hintermann die Aufgabe, das Boot auszubalancieren.

Was kostet ein gutes Kanu?

Der Preis eines Kanus hängt von mehreren Faktoren ab. Größe, Art und Qualität des Materials, Konstruktionsweise sowie Einsatzzweck spielen eine wesentliche Rolle. Einfache Boote für einen gelegentlichen Ausflug erhalten Sie für unter 1000 Euro. Manche davon sind sogar überaus hochwertig.

Für ein gut konstruiertes Kanu sollten Sie mindestens 1200 bis 1500 Euro einplanen. In dieser Preisklasse finden Sie eine große Auswahl an verlässlichen, langlebigen Booten. Festrumpfkanus sind einfacher in der Herstellung als die faltbaren oder aufblasbaren Modelle. Bei vergleichbarer Materialqualität und Größe sind sie daher in der Regel preiswerter.

Welches Kanu für die Familie?

Regenbogen

Regenbogen

Wenn Sie nach einem Kanu für Familienausflüge schauen, ist die Sicherheit ein wesentliches Kriterium. Das Boot sollte breit sein und einen flachen V-Boden haben. Kanus mit dieser Bauweise zeichnen sich durch die hohe Stabilität aus. Außerdem bieten breitere Boote mehr Bequemlichkeit und ausreichend Platz für Zuladung.

Für Familientouren sollte das Boot auf die entsprechende Anzahl der Personen ausgelegt sein. Ein Festrumpfboot ist besonders robust, unempfindlich und einfach zu pflegen. Wenn Ihnen die Transportfähigkeit wichtiger ist, ist ein Schlauch- oder ein Faltkanu besser für Sie geeignet. Und bitte vergessen Sie niemals die Rettungswesten, die alle Kanuten immer anhaben müssen.

In weiteren Beiträgen finden Sie Kaufratgeber für Rettungswesten für Erwachsene, für Kinder und für die Hunde.



Bewertung: 5,00; Bewertungen: 1