Rotfeder (Rotflosse)

Die Rotfeder erreicht in der Regel eine Größe von 20 bis 30 Zentimetern. Manche Fische werden allerdings bis zu 45 Zentimetern groß.

Allgemeines

  • Name: Rotfeder (auch Rotflosse, Rötel oder Rotblei genannt). Engl.: Rudd
  • Lateinischer Name: Scardinius erythrophthalmus
  • Familie / Unterfamilie: Karpfenfische / Weißfische
  • Vorkommen: Europa, Zentralasien, Neuseeland
  • Habitat: Stehende und langsam fließende Binnengewässer
  • Max. Größe / Gewicht: 45cm / 1,5kg
  • Max. Lebenserwartung: 20 Jahre
  • Gefährdung: nicht gefährdet
Rotfeder

Rotfeder

Lebensraum

Die Rotfeder kommt in Europa von Finnland bis Mittelitalien in stehenden und langsam fließenden Gewässern vor. Seen, Teiche und Weiher sind ihr gewöhnlicher Lebensraum. Da der Bedarf an Sauerstoff bei Rotfeder eher gering ist, gelingt es ihr auch Kleingewässer zu bewohnen, wo sich auch Schleien und Karauschen gerne aufhalten. Durch ihre flexible Anpassungsfähigkeit kann die Rotfeder sogar im Wasser mit einer hohen Salzkonzentration leben, bspw. im Brackwasser der Ostsee. Grundsätzlich hält sie sich gerne in den Uferregionen mit hoher Pflanzendichte auf, wo der Grund in seiner Zusammensetzung eher schlammig ist.

Merkmale der Rotfeder

Das durchschnittliche Gewicht der Rotfeder beträgt 250 bis 300 g, während größere Exemplare auch schon mal 1,5 Kilogramm schwer werden können. Die typischen Merkmale dieser Spezies sind der hohe Rücken und der seitlich abgeflachte Körper. Dabei ist die Bauchkante der Rotfeder zwischen den Bauchflossen und dem After gekielt. Die Anzahl der Strahlen bei den Flossen teilt sich wie folgt auf:
Brustflossen: 16 bis 17 Strahlen
Rückenflosse: 10 bis 12 Strahlen
Afterflosse: 12 bis 14 Strahlen

Rotfeder

Rotfeder

Die großen Rundschuppen befinden sich bei der Rotfeder entlang der Seitenlinie am Körper, wobei deren Anzahl bei ca. 42 Stück liegt. Diese Fischart weist auf der Kopfoberseite eine graugrüne bis braungrüne Färbung auf. Dabei sind die Flanken eher hell und glänzend, manchmal sogar goldglänzend. In den Augen ist die Iris ebenso golden gefärbt. Der Bauch hingegen schimmert in einer silbernen Färbung. Kennzeichnend für die Rotfeder ist die rote Färbung der Bauchflossen, sowie der After- und Rückenflosse.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung der Rotfeder findet von April bis Juni statt. Als Laichplatz wählen die Fische flache und sehr stark bewachsene Uferbereiche, wo der Nachwuchs ausreichend Schutz finden kann. Ein Weibchen legt bis zu 200.000 Eier ab.

Rotfeder oder Rotauge?

Obwohl Rotfeder sehr oft mit Rotauge verwechselt wird, kann man die beiden Arten leicht von einander unterscheiden: Während das Auge bei Rotfeder gelb gefärbt ist, hat die Iris von Rotaugen ihrem Namen entsprechend klare rote Farbe. Auch verfügt wie Rotfeder über ein oberständiges Maul, während das des Rotauges endständig ist.

Zusätzlich kann man die beiden Spezies auch an den Rückenflossen unterscheiden. Bei der Rotfeder beginnt die Rückenflosse hinter der Bauchflosse. Beim Rotauge hingegen liegen die Rückenflosse und die Bauchflossen senkrecht übereinander. Auch die Anzahl der Rundschuppen auf der Seitenlinie unterscheidet sich bei beiden Fischarten. Die Rotfeder zählt hier ca. 42 Schuppen, während das Rotauge sogar bis zu 48 Schuppen bildet.

Besonderheiten

  • Bei einer Wassertemperatur von 10 bis 20 °C können Rotfedern auch in einem Aquarium gehalten werden.
  • Völlig genetisch reine Rotfeder-Stämme sind selten, da sich die Fische häufig mit anderen Arten vermischen. Jedoch sind im Fluss Shannon in Irland noch genetisch reine Rotfedern zu finden.
  • Rotfedern laichen oft zusammen mit anderen Cypriniden. Aus diesem Grund kommt es dabei hin und wieder zur sogenannten „Bastardierung“ mit anderen Arten.

Im nächsten Artikel verraten wir wertvolle Tipps und Tricks rund um das Thema Rotfeder angeln.

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