Tilapia (Buntbarsch): Alle Infos zum Fisch

Tilapia ist ein Fisch der Buntbarsch-Gattung, die ihren Ursprung in Afrika hat und inzwischen eine große kulinarische Bedeutung rund um den Globus genießt.

Allgemeines über Tilapia

Tilapia (Buntbarsch)

Tilapia (Buntbarsch)

  • Name: Tilapia (auch Buntbarsch und Petrusfisch genannt). Engl.: Tilapia
  • Ordnung / Familie: Cichliformes / Buntbarsche
  • Vorkommen: tropische und subtropische Binnengewässer
  • Habitat: Küsten- und Freiwasserbereiche nah am Grund
  • Max. Größe / Gewicht:  50 cm/ 6 kg
  • Max. Lebenserwartung:  20 Jahre

Ursprung und Lebensweise des Tilapias

Tilapia ist eine Speisefisch-Gattung der Buntbarsche, zu der über 20 Spezies gehören. Sie lebt in tropischen und subtropischen Gewässern Afrikas, Asiens und Südamerikas. Tilapien bevorzugen 15 und 30 Grad warmes Wasser und gelten von Natur aus als ausgesprochen widerstandsfähig gegen die Krankheitserreger. Dies und ausgeprägte Fruchtbarkeit begünstigt ihre Verbreitung in unzähligen Binnengewässern der tropischen und subtropischen Regionen rund um den Globus.

Das Hauptmerkmal dieser Fischart ist ihre einzigartige Fähigkeit, sich an abrupte Veränderungen der Lebensraumbedingungen anzupassen. Obwohl sie Süßwasserfische sind, können sich Tilapien auch gut an Meerwasser anpassen und auch niedrige Temperaturen vertragen. Zu anderen Unterarten der Buntbarsche, die auch bekannt und weit verbreitet sind, gehören Nil-Tilapia (Oreochromis niloticus), Zilles Buntbarsch (Coptodon zillii) und Mosambik-Buntbarsch (Oreochromis mossambicus).

Interessante Fakten über Tilapia

Tilapia (Buntbarsch)

Tilapia (Buntbarsch)

In vielen Ländern Afrikas und in Asien gilt Tilapia als intelligent, weil er Gewohnheiten hat und seine normalen Lebensaktivitäten denen von Haustieren ähnlich sind. Deshalb schreiben manche Markthändler anstelle von „Tilapia“ „Meereshuhn“ auf die Preisschilder, was die Bedeutung dieser Art für den Menschen unterstreicht.

Es gibt eine Legende, die besagt, dass dieser Fisch nach dem berühmten Aristoteles benannt wurde, der ihn zum ersten Mal in Ägypten bei seinem Schüler Alexander dem Großen gekostet hat. Der Philosoph beklagte sich, dass vor der griechischen Küste kein solcher Fisch zu finden sei, und sagte während des Essens immer wieder: „Tilapia! Tilapia!“, was auf Griechisch „ein so weit entfernter Fisch“ bedeutet.

Merkmale des Tilapias

  • Tilapia besitzt einen seitlich abgeflachten und hochrückigen Körper.
  • Charakteristisch für Tilapia sind kräftig ausgebildete Brust- und Afterflossen.
  • Die meisten Tilapia-Arten haben graue Grundfarbe und weisen olivgrüne Streifen an beiden den Körperseiten.
  • Die Männchen zeigen in der Fortpflanzungszeit einen rötlichen Schimmer auf Kopf, Rücken- und an der Schwanzflosse.

Wie ernähren sich Tilapien?

Tilapien sind absolute Allesfresser und gelten als sehr gefräßig und fruchtbar, was den Fischen ein breites Verbreitungsareal beschert. Dennoch hängt ihre Ernährung, wie so oft, von ihrem Lebensraum ab: Je nach Nahrungsangebot können sie sich von Algen, Schalentieren und Fischbrut ernähren. In Asien sind die Fische allerdings echte Feinschmecker und bevorzugen fast ausschließlich pflanzliche Nahrung.

Bei sehr schnellen Veränderungen in der Umwelt, indem z.B. Algenwachstum stark reduziert wird und andere Organismen wie z.B. Plankton sich explosionsartig vermehren, kann sich Tilapia problemlos auf die neue Nahrungsquelle einstellen. Auch Krustentiere und verschiedene organische Abfallprodukte aus der Industrie werden von Tilapia verwertet. Achten Sie deshalb beim Kauf unbedingt auf das Herkunftsland des Tilapias.

Kulinarische Bedeutung des Tilapias

Gegrillte Tilapien

Gegrillte Tilapien

Das Fleisch von Tilapia ist mager, einfach in der Zubereitung und gilt als gesund. Der Gehalt an hochwertigen und leicht verdaulichen Proteinen sowie Omega-6 und -3-Fettsäuren ist überdurchschnittlich hoch. Auch ist Tilapia reich an Jod. In manchen afrikanischen Ländern wird diese Art wegen ihrer weiten Verbreitung und anspruchslosen Lebensweise als Wasserrate bezeichnet. Ihre Speisefisch-Bedeutung leidet hierdurch aber keineswegs.

Tilapia ist reich an Vitaminen und Mineralien. Er enthält Cholin, Niacin, die Vitamine D und B12, Selen und Phosphor. Der Verzehr von diesem Fisch hat eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen. Tilapia fördert die Gewichtsabnahme, verbessert die Knochengesundheit, trägt zur Erhaltung der Gehirn- und Herzfunktion bei, beugt vorzeitiger Alterung vor, normalisiert das Immunsystem und die Schilddrüsenfunktion.

Tilapien in Aquakulturen

Larven der Tilapien

Larven der Tilapien

Tilapien sind bedeutende Speisefische und werden in zahlreichen Aquakulturen rund um die Welt gezüchtet. Sie gelten als widerstandsfähig gegenüber jeglichen Umwelteinflüssen, so dass der Einsatz von Antibiotika oder anderen Medikamenten nicht zwingend notwendig ist. Die Resistenz der Tilapia gegenüber ungünstigen Umweltbedingungen kann allerdings zu Umweltproblemen führen, wenn die Fische aus der Aquakultur entkommen. Sie können schnell zu invasiver Art werden und den natürlichen Lebensraum anderer Fische für sich beanspruchen.

Wenn Tilapien in der Farm zu dicht gedrängt sind, kann dies zu Überfüllung und infolge dessen zu Krankheiten führen. Solche Massenbetriebe gibt es leider immer noch in China, Taiwan und Kolumbien. Qualitätsbetriebe mit überaus gesunden Tilapia-Beständen sind in Ecuador, Peru, Mexiko, Honduras, Indonesien und den USA zu finden.

Tilapien-Zucht

Tilapien-Zucht

Fischlexika und -Atlanten

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  1. Gefährliche Meeresfische
  2. Was lebt im Mittelmeer?
  3. Süßwasserfische Europas
  4. Fische Krebse Muscheln
  5. Heimische Gewässer


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