Kameradrohne: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Die Einsatzgebiete von Kameradrohnen sind genauso vielfältig wie ihre technischen Voraussetzungen. In diesem Ratgeber erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien.

Worauf es beim Kauf einer Kameradrohne ankommt

Ob zur Freizeitgestaltung oder gewerblichen Luftaufnahmen – wollen Sie von Beginn an beim Kauf einer Kameradrohne alles richtig machen, sollten Sie sich fragen, ob Ihnen eine Full HD Kamera genug, oder Sie es professioneller angehen wollen. Dann können Sie sich gleich für ein Modell mit 4K Kamera entscheiden. Wollen Sie Ihre Aufnahmen vorrangig per Smartphone betrachten, reicht Ihnen grundsätzlich eine preiswerte HD Kamera. Die Bildqualität ist hier schon hoch. Entsprechende Drohnen gibt es bereits ab rund 600 Euro.

Die meisten der gängigen Drohnen bieten Ihnen Fotos und Videos mit Auflösungen zwischen 12 und 20 MP (Megapixeln). Beinahe alle Kameradrohnen nehmen bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf. Gestochen scharfe 12-Megapixel-Fotos und Videos liefern Ihnen natürlich die Kameradrohnen mit 4K-Auflösung. Diese Top-Modelle kosten (noch) ab 1200 Euro aufwärts. In Zukunft werden die 4K-Kameradrohnen dennoch wohl zum Standard werden. Achten Sie bei 4K unbedingt auf die Bildrate. Für eine flüssige Wiedergabe benötigen Sie mindestens 24 Bilder pro Sekunde (FPS). Sind mehr Bilder in der Sekunde möglich, ist das noch besser. Die meisten 4K-Kameradrohnen bieten zur Zeit 30FPS an.

So entscheiden Sie sich für die Richtige

Auf der Suche nach dem perfekten Kameradrohne sollten Sie zunächst reflektieren, für welche Zwecke Sie diesen benötigen. Wägen Sie ab, was Ihnen persönlich am wichtigsten ist, z.B. möglichst hohe Bildauflösung oder große Reichweite oder eben beides. In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs sehr guten Kameraddrohnen, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Abbildung*
Hubsan H501S
Preis-Leistungs-Tipp
Holy Stone Drohne
Potensic Faltbare
Parrot Bebop 2
DJI Mavic 2 Pro
Parrot Anafi Drone
ModellHubsan H501SHoly Stone DrohnePotensic FaltbareParrot Bebop 2DJI Mavic 2 ProParrot Anafi Drone
AuflösungFull HD (1.920 x 1.080 px) Full HD (1.920 x 1.080 px) Full HD (1.920 x 1.080 px) Full HD (1.920 x 1.080 px) Full HD (1.920 x 1.080 px) Full HD (1.920 x 1.080 px)
Flugzeit20 min22 min20 min25 min30 min25 min
Reichweite400 m800 m500 m2.000 mk.A.4.000 m
Maßeca. 42 x 28 x 14 cmca. 22 x 22 x 15 cmca. 40 x 30 x 12 cmca. 32 x 38 x 9 cmca. 21 x 9 x 8 cmca. 24 x 17 x 7 cm
Eigenschaften/ Ausstattung
  • Live-Stream
  • automatische Rückkehr
  • Follow Me Modus
  • eingebautes GPS-Modul
  • Low Power Failsafe
  • Live-Stream
  • 120° schwenkbar
  • GPS Lokalisierung
  • aut. Rückkehr
  • Flugpfadefunktion
  • bürstenlose Motoren
  • Live-Stream
  • faltbarer Rumpf
  • Rückkehr, Follow-me-Modus
  • Einstellung der Ultraschallhöhe
  • Live-Stream
  • VR-Brille
  • 8 GB Speicher
  • GPS Chipsets
  • 3-Axis Bildstabilisierung
  • Live-Stream
  • 72 kmh Geschwindigkeit
  • Gimbal für stabile Bilder
  • 3x Propeller (Paar)
  • Live-Stream
  • ideal für Bilder mit flachem Winkel
  • leichter Carbon-Rahmen
  • 180°-Neigung Camera
Kundenwertung*BewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungen
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Erhältlich bei*

Wolfgangs
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Kompakt, stabil und leicht zu bedienen soll eine Kameradrohne sein

Möchte man auch längere Zeit die Drohne gebrauchen, sollte man beim Kauf ganz genau auf stabile Bauweise und Kompaktheit der Drohe achten. Auch ein einfacher und sicherer Transport ist wichtig und erst dann möglich, wenn das Gerät nicht überdimensioniert ist oder sich leicht zusammen- und wieder auseinanderklappen lässt. Das Gewicht der Drohne spielt darüber hinaus in anderer Hinsicht eine Rolle: Modelle, die 250 Gramm und mehr wiegen, dürfen nur abheben, wenn sie eine feuerfeste Plakette mit dem Namen und der Adresse des Eigentümers tragen.

Eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung für eine bestimmt Kameradrohne spielt auch die einfache Steuerung. Sie sollte möglichst intuitiv sein. Wichtig ist beim Kauf etwa, dass ein Controller im Lieferumfang enthalten ist. Dadurch lässt sich die Drohne viel leichter steuern. Einige günstige Kameradrohnen lassen sich nur per Smartphone steuern. Versicherungstechnisch kann das ein Problem sein. Manche Haftpflichtversicherungen schreiben nämlich die Steuerung durch Controller vor.

Was ist beim Drohnen-Stabilisierungssystem zu beachten?

Kameradrohne-Aufnahme

Kameradrohne-Aufnahme

Eine Kameradrohne muss auch bei Wind und Wetter stabil und gut fliegen können. Damit sie dies schafft, gibt es verschiedene Stabilisierungssysteme für Drohnen. Bei den Quadrocoptern etwa (das sind Drohnen mit vier Propellern) wird eine Stabilisierung um die Hochachse durch eine verdrehte Montage dieser Quirle gegenüber dem Schwerpunkt erreicht. Der Vorteil ist hier, dass alle Propeller in dieselbe Richtung drehen können. Stabile Dreh- und Kippbewegung erreichen Sie durch das Hinzuschalten unterschiedlicher Drehrichtungen. Sehr stabile Flugeigenschaften durch zusätzliche Systeme bieten Ihnen vor allem Drohnen aus dem oberen Preisbereich. Hier steuern Gyroskopen, das sind Kreiselelemente, plötzliche Kippmomente aus, indem sie Daten an die Steuerung der Drohne liefern.

Für eine zusätzliche Stabilisierung oder die exakte Positionierung über dem Grund sorgen Sensoren wie Luftdrucksensor, Höhenmesser, Kompass oder die automatische Flugsteuerung. Ein anderes System in den teureren Drohnen ist das Gimbal. Das ist eine Kamera-Aufhängung, die sämtliche Bewegungen durch Beschleunigung oder Wind ausgleicht und so stabile Videos liefert. Erreicht wird das durch eine sogenannte kardanische Aufhängung. Das ist ein Gestell, in dem sich die Kamera in alle Richtungen drehen kann, ohne dass sie aus der Fassung oder aus dem Gestell fällt.

Flugzeit und Reichweite einer Kameradrohne

Kameradrohne-Aufnahme

Kameradrohne-Aufnahme

Welche Flugzeit und welche Reichweite Ihre Kameradrohne bieten muss, hängt vom Einsatzgebiet ab. Wollen Sie z.B. in Ihrer Freizeit Museen, Burgen oder Schlösser beobachten, genügt eine geringere Reichweite. Beim gewerblichen Einsatz, wie etwa in der Landwirtschaft (um ein schwieriges Gelände zu bewirtschaften) oder beim Ausspähen von Fischschwärmen während eines Angelausfluges muss die Drohne mehr bieten. Kameradrohnen sind heute in der Regel mit LiPo-Akkus (Lithium-Polymer-Akkumulatoren) ausgerüstet. Ihre Kapazität wird in mAh gemessen. Achten Sie beim Kauf auf die mAh-Angaben, die über die Dauer und die Reichweite eines Fluges entscheiden.

Preiswerte Drohnen unter 300 Euro sind mit Akkus bestückt, die Flugzeiten zwischen 8 und 10 Minuten schaffen. Ihre Reichweite liegt dann bei etwa 50 bis 100 Metern. Ausreichend ist das zum Beispiel, um die Aufnahmen von einer kleinen Geburtstagsfeier oder dem eigenen Heim zu machen. Deutlich mehr Zeit für einen Flug und längere Strecken bieten teurere Modelle. Drohnen ab 1.500 Euro aufwärts erreichen fast 30 Minuten Flugzeit pro Akku. Die noch teureren Top-Modelle bleiben auch deutlich länger als diese halbe Stunde in der Luft. Bei diesen Kameradrohnen sind Reichweiten von 500 Metern und mehr die Regel.

Was ist bei Sicherheitssystemen zu beachten?

In Punkto Sicherheit kann eine Kameradrohne vor allem beim gewerblichen Einsatz nicht genug Features bieten. Eine wichtige Funktion für eine Drohne ist zum Beispiel ein GPS. Dieses System wird Ihnen nicht nur als Einsteiger das Fliegen erleichtern. Zu seinen hilfreichen Funktionen gehört der Return-To-Home-Modus. Damit fliegt das Gerät von allein an den Startpunkt zurück und landet dort sicher. Ein Plus an Sicherheit ist das zum Beispiel bei einem Abbruch der Verbindung. Daneben nimmt Ihnen eine automatische Start- und Landefunktion vor allem bei Aufnahmen über Wasser viel an Nervosität ab.

Die besten und zuverlässigsten Drohnen-Sicherheitssysteme sind diejenigen, die Ihr Gerät bei einem niedrigem Akkustand automatisch von allein landen lassen. Ist das Modell mit Sensoren nach vorn und nach unten ausgestattet, umfliegt Ihre Drohne außerdem Hindernisse geschickt. Das funktioniert dann aber nicht nach allen Seiten. Fliegt die Drohne rückwärts, kann sie mit einem Gegenstand trotzdem kollidieren. Achten Sie also darauf, dass in der Drohne, die Sie kaufen wollen, ausreichend Sensoren verbaut sind. Außerdem sollte die Drohne Ihrer Wahl so robust sein, dass sie bei einer Bruchlandung im Wasser vor Feuchtigkeit geschützt bleibt.

Wie viel Nutzlast kann eine Kameradrohne tragen?

Kameradrohne-Aufnahme

Kameradrohne-Aufnahme

Die Drohnen werden unsere Welt verändern. Ihre Einsatzgebiete sind schon jetzt ausgesprochen vielfältig. Zugleich werden sie in Zukunft noch öfter gebraucht und zwar in Bereichen, die heute noch absolut brach liegen. Einer der sehr lukrativen Einsatzgebiete für Drohnen in der Zukunft ist Nutzlast-Beförderung. Schon heute werden zahlreichen Drohnen selbst in Freizeit zum Transportieren von diversen Gegenständen eingesetzt (z.B. bei Ausbringung des Köders beim Angeln). Doch die Kameradrohnen sind in der Regel keine starken Lastenträger. Sind sie zum Beispiel mit einem Gimbal für Kameras ausgelegt, gibt es kaum eine Möglichkeit, etwas zusätzlich zu befestigen.

Um die maximale Nutzlast Ihrer Drohne zu erfahren, schauen Sie in die Angaben des Herstellers. Dabei gilt allerdings immer: Je höher das Abfluggewicht der Drohne ist, desto kürzer ist auch ihre Flugzeit. Erreicht die Drohne mit der Kamera bereits etwas weniger als die maximale Nutzlast, müssen Sie diese Einschränkung akzeptieren. Fliegt das Gerät nur in der Fläche, wirkt sich die höhere Nutzlast zwar nicht so eklatant aus. Allerdings wirken sich zusätzliche Lasten oder Anbauteilen unter Umständen nachteilig auf die Aerodynamik aus. Sie gehen also ebenso zu Lasten der Flugzeit und verändern zusätzlich das Flugverhalten der Drohne. Bedenken Sie außerdem, dass der Versicherungsschutz Ihrer Drohne entfallen kann, wenn Sie die auf dem Gerät angegebene maximale Nutzlast überschreiten. Das ist bei teuren Geräten mit hochwertigen Kameras ein Problem.




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