Bachforelle

Bachforelle ist einer der interessantesten Fische in unseren Gewässern, die einerseits erbarmungsloser Raubfisch ist und andererseits sehr scheu und alles andere als einfach zu fangen.

Allgemeines

  • Name: Bachforelle (auch Bergforelle, Steinforelle oder Fario). Engl.: Brown trout
  • Wissenschaftlicher Name: Salmo trutta fario
  • Familie / Gattung: Lachsfische / Salmo
  • Vorkommen: Europa
  • Habitat: Schnell fließende und sauerstoffreiche Flüsse
  • Max. Größe / Gewicht: 110 cm / 17 kg
  • Max. Lebenserwartung: 20 Jahre
  • Gefährdung: nicht gefährdet
Bachforelle

Bachforelle

Lebensraum

Die Bachforelle hat ihren Lebensraum mit Hilfe des Menschen erheblich erweitert. Sie lebt in Nordafrika, Afghanistan und Himalaya-Gebiet, in den USA, Kanada und Chile, sowie in Ost- und Südafrika. In Australien, Neuseeland und Tasmanien belebt sie sowohl Seen als auch Flüsse. Nur in den Gewässern der Nord- und Zentralasien fehlt sie.

In Europa ist der natürliche Lebensraum der Bachforelle klare, sauerstoffreiche und kühle Gewässer mit Kiesbett. Sie lebt in den vielen Flüssen von Portugal bis hin zum Gebiet der Wolga und der Kaukasus-Region. Selbst in Gewässern bis auf eine Höhe von 2.800 Metern (Schweiz) kommt sie noch vor. Nur in Griechenland und auf den Inseln Sizilien, Sardinien und Korsika gibt es keine wilden Populationen der Bachforelle.

Merkmale der Bachforelle

Bachforellen besitzen einen stromlinienförmigen Körperbau. Bei älteren Exemplaren mit einer Körperlänge zwischen 25 und 40 cm wirkt der Körper bullig und massig. Das Maul der Bachforelle reicht bis unter die Augen, es ist mit vielen kleinen Zähnen bestückt.

Die Oberseite der Bachforelle ist meist olivgrün bis dunkelbraun gefärbt und die Flanken schillern grünsilbrig bis zu golden. Die Unterseite ist gedämpftes weiß oder gelblich. Charakteristisch für die Bachforelle sind runde schwarze und rote Punkte an den Flanken. Ihr Lebensraum nimmt Einfluss auf die Färbung, so gibt es neben sehr hellen auch dunkle Exemplare, sogenannte Schwarzforellen. Die Schuppen der Bachforelle sind sehr klein.

Bachforelle

Bachforelle

Die typische Fettflosse – ein Salmoniden-Merkmal – hat auch die Bachforelle. Sie ist meist rötlich, auch rot oder schwarz gepunktet. Bei Jungfischen ist die Schwanzflosse gegabelt, mit zunehmendem Alter bekommt sie ihre typisch gerade Form.

Fortpflanzung

Die Laichzeit der Bachforellen fällt in die Monate Oktober bis Januar. Dabei schlägt das Weibchen mit ihrer Schwanzflosse eine Laichgrube in den Gewässer-Untergrund und legt 1.000 bis 1.500 orangefarbene Eier ab, die sofort vom Männchen befruchtet werden. Die Fischlarven schlüpfen innerhalb von zwei bis vier Monaten. Nach etwa 3 bis 4 Jahren sind die Jungfische geschlechtsreif.

Interessante Fakten über Bachforelle

  • Ob geräuchert, gebraten oder blau zubereitet – die Bachforelle ist ein exzellenter Speisefisch, der rund um die Welt hohe kulinarische Aufmerksamkeit genießt und vielseitig in den Zubereitungsmöglichkeiten ist.
  • Die Frage ob der Besatz der Bäche, Flüsse und Seen mit der aus Amerika eingeführten Regenbogenforelle zur Verdrängung der heimischen Bachforelle führt, ist noch nicht abschließend geklärt. Bisher sieht es danach aus, als ob die beiden Arten unterschiedliche Gefilde beanspruchen würden.
  • Die sogenannte Tigerforelle ist das Resultat der Kreuzung von Bachforelle mit dem Bachsaibling. Die goldgelbe Fleckenzeichnung verhalf dem Hybrid zu seinem Namen. Tigerforellen sind steril.
  • Junge Bachforellen wachsen sehr langsam: Im Alter von einem Jahr ist ein wildlebender Fisch nur 10 cm groß.

Im nächsten Artikel verraten wir wertvolle Tipps und Tricks rund um das Thema Bachforellen angeln.

Fischlexika und -Atlanten

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  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
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