Angeln im Oktober

Warum Oktober der beste Monat fürs Angeln ist und welche Fische Sie jetzt am besten fangen können, erklären wir in diesem Artikel.

Friedfischangeln im Oktober

Angeln im Oktober

Angeln im Oktober

Der Oktober ist der Monat, in dem sich große Teile der wichtigen Vegetation in unseren Flüssen und Seen zurückentwickeln. Viele Wasserpflanzen welken und auch das Nahrungsangebot in Form von Insekten wird langsam aber beständig knapper. Dies betrifft insbesondere die Friedfische.

Die meisten Friedfisch-Arten bilden im Herbst Schwärme und wandern in die tiefere Gewässerbereiche, wo sie für Angler eine vergleichsweise leichte Beute sind. Karpfen, Brassen oder Schleien lassen sich im Oktober gut beangeln. Kleinere Spezies wie z.B. Rotaugen, Rotfedern sowie andere Weißfische sind sogar noch leichter zu überlisten.

Angeln auf Raubfische im Oktober

Hecht

Hecht

Auch für Räuber heißt es im Oktober: Bevor die Wassertemperatur weiter sinkt und die Beutefische in tiefere Regionen abwandern, müssen sie noch einmal ordentlich Nahrung zu sich nehmen. Denn in den Wintermonaten fahren fast alle Fische ihren Energiehaushalt herunter und verfallen in eine Art Winterstarre, indem sie vom Fettpolster zerren, den sie sich im Herbst angefressen haben.

So sind selbst nachtaktive Spezies wie z.B. Zander auch tagsüber im Oktober aktiv. Der Stoffwechsel aller Raubfische ist jetzt noch relativ hoch. Bei der Futteraufnahme sind sie nicht gleich satt und in der Lage, mehr Futter aufzunehmen, was jedem Angler natürlich in Hände spielt.

Gezielt auf Zander im Oktober

Zander

Zander

Der Oktober gilt als einer der besten Monate für das Angeln auf Zander. Bei kühler werdendem Wasser werden die Räuber aktiver. Da die Sprungschicht im Herbst langsam verschwindet, können die Raubfisch-Angler auch die tieferen Bereiche (bis zu 10 m) im See befischen. dabei kommt die sogenannte Jiggen-Methode zum Einsatz, deren Funktionsprinzip Sie in folgender Abbildung sehen.

Welche Köder auf Zander im Herbst?

Als Köder bieten sich fürs Zanderangeln schlanke Gummifische mit dezenter Aktion an, die sogenannten Low-Action Shads. Diese kommen den Bewegungsabläufen der Beutefische der Zander im Oktober am nächsten. Dabei können die „Gummis“ im Herbst eine Nummer größer ausfallen als im Sommer. So gelten Köder in der Größe von 15 bis 18 cm als  optimal, da sie der angewachsenen Fischbrut ähneln.

Faulenzen-Angeltechnik auf Zander

Faulenzen-Angeltechnik auf Zander

Generell jagen die Zander im Herbst gerne nach größeren Exemplaren, um sich möglichst schnell Winterreserven anzufressen. Auch die optimale Köderführung unterscheidet sich jetzt von der im Sommer – kein schnelles und aggressives Jiggen sondern geschmeidiges Faulenzen ist jetzt angesagt. In Flüssen finden sich die gestreiften Räuber insbesondere an Strömungskanten, um die Buhnenköpfe herum sowie hinter Brückenpfeilern. In Seen sind sie im Herbst oft an Felskanten und Sandbänken zu finden.

Angeln im Oktober auf Barsch

Für Barschangler ergeben sich im Oktober ebenso besondere Möglichkeiten, denn auch diese Spezies wird mit dem Herbstanfang besonders aktiv, da sie sich Winterspeck anfressen will. Zu den beliebtesten Fangmethoden beim Barschangeln gehören das Fischen mit Feststellpose und das Spinnfischen.

Dropshot-Montage fürs Barschangeln

Dropshot-Montage fürs Barschangeln

Auch das Drop-Shot-Angeln sowie verschiedene Rig-Methoden (beispielsweise Carolina-Rig und Wacky-Rig) kommen oft und überaus effektiv zum Einsatz. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine Dropshot-Montage fürs Barschangeln aufgebaut ist. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, klicken Sie hier.

Welche Köder auf Barsch im Oktober?

Barsch

Barsch

Fürs Spinnfischen auf Barsche im Herbst sind vor allem kleinere Wobbler, Blinker und Gummifische optimal. Da der Barsch ein Fisch ist, der seine Beute gerne in den Augenschein nimmt und gereizt werden will, empfehlen sich auffällige Farben. Weiß-rot oder silber-rot machen Barsche neugierig. Die Farbwahl sollte grundsätzlich den Lichtverhältnissen angepasst werden. Bei trüberem Wasser ist den auffälligen Fluo-Ködern der Vorzug zu geben. Mehr dazu im folgenden Artikel: Fluo-Köderfarben.



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