Angeln in der Spree: Zielfische, Angelplätze, Techniken

Welche Fische gibt es in der Spree und wie kann man sie fangen? Hier finden Sie die Antworten.

Längster deutscher Fluss dritter Ordnung

Ukelei

Ukelei

Spree ist ein 400 Kilometer langer linker Nebenfluss der Havel, der durch Berlin, Brandenburg und Sachsen fließt und eine überaus reichhaltige Fischfauna beherbergt. Dazu gehören neben den typischen einheimischen Arten wie Barsch, Blei, Rotauge und Hecht auch die aus Asien stammenden und durch Fischzüchter importierten Spezies wie Goldfisch und Giebel. Diese sind wahrscheinlich durch die Überschwemmungen „aus Versehen“ in den Fluss gelangt und haben sich an das Leben im nährstoffreichem Wasser der Spree hervorragend angepasst, sodass sie inzwischen eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu einigen einheimischen Arten darstellen.

Neben der natürlich vorkommenden Fischfauna, die durch zunehmend bessere Wasserqualität der Spree gedeiht, werden in den Fluss durch die gezielten Maßnahmen der Fischereibehörden Jungfische bestimmter Arten ausgesetzt. Dazu gehört zum Beispiel der Europäische Aal, der nach dem Schlüpfen im Atlantik seinem Instinkt folgend die Flüsse hinauf schwimmt und in der Spree keine Chance hätte, die verbauten Wehre zu überwinden.

Welche Fische gibt es in der Spree?

Barsch

Barsch

Folgend finden Sie alle in der Spree vorkommenden Fischarten, sortiert nach ihrer Populationsgröße. Es ist anzunehmen, dass bei einer weiteren nachhaltigen und langfristigen Verbesserung der Wasserqualität einige Aren in der Spree, die sich im trüben und nährstoffreichen Wasser am wohlsten fühlen (z.B. Barsch, Blei, Wels und Zander) zurückgehen, und andere Spezies, die klares Wasser bevorzugen (z.B. Hecht, Döbel, Quappe und Rapfen), sich vermehren.

  1. Barsch
  2. Plötze
  3. Rotfeder
  4. Aal
  5. Aland
  6. Brasse
  7. Hecht
  8. Ukelei
  9. Giebel
  10. Kaulbarsch
  11. Gründling
  12. Zwergstichling
  13. Schleie
  14. Hasel
  15. Güster
  16. Zander
  17. Bitterling
  18. Karpfen
  19. Döbel
  20. Rapfen
  21. Wels
  22. Moderliesche
  23. Quappe
  24. Goldfisch
  25. Karausche

Barschangeln in der Spree

Barsche können Sie in der Spree praktisch überall fangen. Wenn Sie dabei nicht unbedingt die kapitalen Fisch im Auge haben, sondern sich auch mit halbstarken Fischen zufrieden geben, ist diese Spezies der optimaler Zielfisch für Sie. Am besten könne Sie dem Barsch mit einer leichten Barschrute und kleinen Kunstködern nachstellen, wie z.B. Blinkern, Spinnern und Wobblern. Folgend ist eine typische Spinnangeln-Montage auf Barsch abgebildet.

Spinnfischen-Montage für Barsch

Spinnfischen-Montage für Barsch

Viele Angler lieben das Spinnfischen, weil sie dabei auf der Suche nach dem nächsten Hotspot permanent in Bewegung bleiben. Dabei muss man immer wieder neue Angelstellen mit dem Köder anwerfen, in der Hoffnung einen hungrigen Raubfisch zu einem Biss zu provozieren. Wenn das dynamische Spinnangeln nichts für Sie ist, und Sie anstatt dessen am liebsten beim Ansitzangeln entspannen würden, so gibt es auch für diese Methode zahlreich Fische in der Spree zu überlisten.

Info-Grafiken auf Simfisch

Die Proportionen zwischen manchen Objekten auf unseren Grafiken entsprechen nicht immer den realen Verhältnissen. Dies dient der besseren Veranschaulichung wichtiger Funktionen und Details. Die Zahlenvorgaben für Größen, Längen etc. entsprechen allerdings stets den realen Anforderungen.

Stippangeln in der Spree

Das Ansitzangeln mit leichter Stipprute ist in der Spree nicht weniger vielversprechend als das Barschangeln mit Spinnrute. Eine typische Angelmontage zum Stippen von kleinen Rotfedern, Rotaugen und anderen Weißfischen ist wie folgt aufgebaut: Zuerst wird auf die monofile Hauptschnur eine 1,5 g Stipppose gefädelt. Anschließend bindet man ein ca. 60-70 cm langes Fluorocarbon-Vorfach.

Stippangeln Montage

Stippangeln Montage

Generell sind beim Stippfischen monofile Schnüre den Geflochtenen vorzuziehen, weil sie eine gewisse Dehnung aufweisen. Falls Sie auch mal ein größeres Kaliber an den Haken bekommen, kann die Monofile die Fluchtversuche des gehakten Fisches puffern, ohne dass die Schnur reißt. Zum Schluss wird ans Endes des Vorfaches ein dünndrahtiger Haken in der Größe 10-12 mit dem verbesserten Clinch-Knoten gebunden.