Konfektionsgrößen-Tabellen für Damen

Wie finde ich am besten passende Konfektionsgröße für mich und warum gibt es bei verschiedenen Marken starke Größenunterschiede? Um diese und andere Fragen geht es in diesem Ratgeber.

Wie finde ich die richtige Kleidergröße?

Konfektionsgrößen für Damen

Konfektionsgrößen für Damen

Vor allem im Internet werden Kleidungsstücke in sehr unterschiedlichen Größen angeboten. Der Grund dafür ist, dass viele Länder und Marken ihre eigenen Konfektionsgrößen haben. Um bei online bestellter Kleidung das lästige Rücksenden zu vermeiden, nutzen Sie am besten folgende internationale Konfektionsgrößen-Umrechnugsstabelle. Diese „übersetzt“ Ihnen ihre Konfektionsgröße ins  richtige Landesformat.

Deutsche Größen Internationale Größen UK Größen US Größen Italienische Größen Französische Größen Japanische Größen Inch Größen
32 XXS 6 2 36 34 7
34 XS 8 4 38 36 8 26/27
36 S 10 6 40 38 11 28/29
38 M 12 8 42 40 13 30/31
40 L 14 10 44 42 15 32
42 XL 16 12 46 44 17 33
44 XXL 18 14 48 46 19 34
46 3XL 20 16 50 50 21 35
48 4XL 22 18 52 52 23
50 5XL 24 20 54 54 25
52 6XL 26 22 56 56 27
54 6XL 28 24 58 58 29

Warum Kleidungsgrößen oft sehr unterschiedlich ausfallen

Konfektionsgrößen, Unisex-Größen, Langgrößen, Kurzgrößen, Skandinavische Größen, Amerikanische Größen – das Größensystem in der Bekleidungsindustrie ist alles andere als einheitlich. Es gibt zwar mehr oder weniger standardisierte Bezeichnungen innerhalb der Größenskala (z.B. XS, S, M, L, XL, XXL etc.), doch die durchschnittliche Statur der einheimischen Bevölkerung unterscheidet sich vom Land zu Land zum Teil erheblich. Daraus folgen auch erhebliche Größen-Abweichungen.

So beschreibt zum Beispiel die deutsche Größe 38 etwa einen Brustumfang von 86-89 cm, einen Taillenumfang von 74-77 cm und einen Hüftumfang von 96-98 cm. Die gleichen Maße werden aber in Frankreich mit einer Größe 40 ausgedrückt, in Italien mit der Größe 44 und in den USA mit der Größe 10. Schweden unterscheidet weiterhin in C- und D-Größen, sodass einer deutschen Größe 38 etwa eine C40 entspricht.

Damen-Kleidergröße messen

Wenn Sie im Internet oft und gerne auf Shoppingtour gehen, werden Sie stets mit Konfektionsgrößen konfrontiert, die mit dem inländischen System wenig gemein haben. Um dennoch die richtige Kleidergröße wählen zu können, sollten Sie zuallererst Ihren eigenen Körper präzise vermessen. Mit diesen Maßen finden Sie in den Größentabellen der Hersteller die richtige Größenzuordnung und wählen genau das passende Kleiderstück für sich. In der folgenden Abbildung finden Sie Hinweise zu den einzelnen Gliedmaßen und Körperteilen, die Sie je nach Kleidungsstück präzise vermessen sollten.

Konfektionsgrößen.

Konfektionsgrößen. Bild:MagentaGreen, Body measures SVG, CC BY-SA 3.0

Was ist bei Unisex-Größen für Damen zu beachten?

Unisex-Größen sind vor allem im Sportbereich unter den internationalen Bezeichnungen S (klein), M (mittel) und L (groß) zu finden. Sie werden durch den Zusatz X (extra) ergänzt und fügen auf diese Weise jeweils am Ende des Spektrums eine weitere Größe hinzu (XS für sehr klein, XL für sehr groß). Die Unisex-Größe M entspricht z.B. der deutschen Damengröße 42-44.

Die EU versucht seit einigen Jahren, die Unisex-Größen in einem internationalen System zu vereinheitlichen. Dies gelingt allerdings nur bedingt, da Marken sich an weiteren Faktoren orientieren, wie z.B. der körperlichen Statur der gewünschten Zielgruppe sowie der Gesamtbevölkerung der unterschiedlicher Länder.

Konfektionsgrößen für Hosen

Hosengrößen werden ebenso in einem eigenen System ausgedrückt, das oft für Verwirrungen sorgt. Maßgeblich sind hier die Beinlänge und der Umfang der Hüfte. Die Maße werden in Zoll („Inch-Größen“) angegeben, sodass hier zunächst noch eine Umrechnung stattfinden muss. Ein Bundumfang von 32 Zoll entspricht etwa 81 cm, eine Beinlänge von 34 Zoll etwa 86 cm. Hieraus ergibt sich die Hosengröße 32/34. Stattdessen kann die Größe in nur einer einzigen Zahl angegeben werden; in diesem Fall handelt es sich um den Taillenumfang.

Kurzgrößen und Langgrößen umrechnen

Viele Kleidungshersteller führen neben den Normalgrößen auch ein System für besonders große oder kleine Menschen. So werden beispielsweise Damen mit einer Körpergröße, die 165 cm unterschreitet, bei den sogenannten K-Größen (Kurzgrößen) fündig und Damen mit einer Körpergröße von 172 cm oder mehr bei den L-Größen (Langgrößen). Um die entsprechende Kurzgröße zu errechnen, ist die Normalgröße zu halbieren; für die Langgröße ist sie zu verdoppeln. Eine Normalgröße von 36 entspricht somit einer Kurzgröße von 18 und einer Langgröße von 72.

Normalgrößen Kurzgrößen Langgrößen
32 (XXS) 16 (XXS kurz) 64 (XXS lang)
34 (XS) 17 (XS kurz) 68 (XS lang)
36 (S) 18 (S kurz) 72 (S lang)
38 (M) 19 (M kurz) 76 (M lang)
40 (L) 20 (L kurz) 80 (L lang)
42 (XL) 21 (XL kurz) 84 (XL lang)
44 (XXL) 22 (XXL kurz) 88 (XXL lang)
46 (3XL) 23 (3XL kurz) 92 (3XL lang)
48 (4XL) 24 (4XL kurz) 96 (4XL lang)
50 (6XL) 25 (6XL kurz) 100 (6XL lang)
52 (6XL) 26 (6XL kurz) 104 (6XL lang)

Was ist bei Funktionskleidung zu beachten?

Funktionskleidung wird meist für sportliche Aktivitäten genutzt und durfte daher etwas voluminöser ausfallen, um die Bewegungsfähigkeit möglichst wenig einzuschränken. Im Vergleich zur Normalgröße sollte – sofern Unsicherheit zwischen zwei Größen besteht – in Zweifel die größere gewählt werden, um einen bewegungsfreien Sitz zu gewährleisten.

Konfektionsgrößen für Schuhe

Die Schuhgröße richtet sich in den Ländern der EU nach der Länge des Fußes und gilt für beide Geschlechter gleichermaßen. Eine Ausnahme zu dem europäischen System existiert in Großbritannien und in den USA, wo für Damen und Herren unterschiedliche Größen genutzt werden.

Die EU-Schuhgröße wird dabei wie folgt berechnet:
(Länge des Fußes in cm + 2 x 0,667) : 0,667.
Beispiel: (26 cm + 2 x 0,667) : 0,667 = 40,98, was einer Schuhgröße von 41 entspricht.

Die UK-Schuhgröße wird wie folgt berechnet:

(Länge des Fußes in cm + 2 x 0,847) : 0,847 – 25.

Die US-Schuhgröße wird wie folgt berechnet:

(Länge des Fußes in cm + 2 x 0,847) : 0,847 – 23.

Was ist bei Kindergrößen zu beachten?

Kindergrößen für Bekleidung

Kindergrößen für Bekleidung

Kindergrößen werden entweder in ihrer Körpergröße in cm (50 – 176) angegeben oder für Neugeborene und Kleinkinder mit Altersangaben ( 6 – 9 Monate, 3 Jahre). Bei der Altersangabe ist zu beachten, dass diese sich an der durchschnittlichen Körpergröße von Kindern dieses Alters orientiert. Sofern das eigene Kind also besonders groß oder klein für sein Alter ist, sollte das System der Körpergrößen herangezogen werden. Da Kinder schnell wachsen, sollte bei einer Körpergröße „zwischen zwei Größen“ die nächstgrößere gewählt werden.

Wie werden Konfektionsgrößen in Deutschland berechnet?

Die deutsche Konfektionsgröße kann mit einer einfachen Faustregel berechnet werden:

Brustumfang : 2 = Konfektionsgröße.
Von diesem Ergebnis werden für Damen noch einmal 6 subtrahiert.

Damit ergibt sich folgende Beispielrechnung:

  • Herren mit einem Brustumfang von 88 cm: 88 : 2 = 44
  • Damen mit einem Brustumfang von 88 cm: 88 : 2 – 6 = 38

Diese Vermessung ist natürlich sehr vereinfacht. Die genaue Berechnung der Konfektionsgröße hängt je nach System von weiteren Faktoren wie etwa der Körpergröße, der Beinlänge, dem Halsumfang, der Schulterbreite, etc. ab. In jedem Fall lohnt es sich, zuhause an den entsprechenden Körperstellen Maß zu nehmen, da auf diese Weise Zeit im Geschäft gespart und auch online einfacher die ideale Größe gefunden werden kann.

Konfektionsgrößen früher und heute

Bis zum 20. Jahrhundert wurde die Kleidung in Deutschland in Handarbeit hergestellt und nach Maß an seinen Besitzer angepasst; noch bis 1960 orientierten sich Hersteller an ihren eigenen Kleidergrößen. In den darauffolgenden Jahren wurden hierzulande die sogenannten Reihenvermessungen an einer großen Zahl der Einwohner durchgeführt, um der Modeindustrie Informationen zu den gängigen Körpermaßen zur Verfügung zu stellen.

Die letzte Konfektionsgrößen-Messung wurde unter der Bezeichnung „Size Germany“ in den Jahren 2007 und 2008 vorgenommen. Von den gewonnenen Informationen konnten allerdings nur die Mitfinanzierer der Studie profitieren, sodass ein einheitliches Konfektionssystem noch immer auf sich warten lässt. Hinzu kommen unterschiedliche Proportionen verschiedener Altersgruppen, die in der gängigen Einteilung kaum Beachtung finden.





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